Rund 250 Liter Diesel ausgelaufen

Radlerin bei Unfall unter Bus eingeklemmt - Fahrer erst abgelenkt, dann reagiert er blitzschnell

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Bei einem Unfall in München wurde eine Fahrradfahrerin am Donnerstag schwer verletzt.

Am Donnerstagabend ist es in Sendling zu einem Busunfall an einer Kreuzung gekommen. Eine Radfahrerin wurde dabei schwer verletzt, außerdem liefen 250 Liter Diesel aus.

München - Schon wieder ein schrecklicher Rechtsabbiege-Unfall, bei dem eine Radfahrerin schwer verletzt wurde: Als ein 57-jähriger MVG-Busfahrer der Linie 53 am Donnerstagabend auf der Aidenbachstraße nach rechts abbiegen wollte, übersah er, dass eine 33-jährige Münchnerin im gleichen Moment an der Kreuzung geradeaus fuhr - offenbar hatte sich der Mann von einem Fahrgast gerade ablenken lassen. Für beide zeigte die Ampel Grün.

München: Radunfall mit Folgen - Frau im Krankenhaus und Diesel läuft aus

Die Grafikdesignerin  prallte gegen die vordere rechte Seite des Busses. Dann überrollte der tonnenschwere Gelenkbus ihr linkes Bein - sie war eingeklemmt. „Der Busfahrer reagierte geistesgegenwärtig“, heißt es von der Feuerwehr München. „Er ließ den Motor laufen, damit verhinderte er das automatische Absenken des Busses.“ Die Feuerwehr Sendling befreite die Frau, indem sie den Bus anhob. Sie kam mit einem gebrochenen Knie und Verletzungen am Unterschenkel sofort ins Krankenhaus. Die Einsatzkräfte betreuten auch den geschockten Fahrer. 

Das Fahrrad der 33-Jährigen riss bei der Kollision den Tank des Busses auf, was zur Folge hatte, dass rund 250 Liter Diesel auf die Straße liefen. Der Kraftstoff wurde mit Mulden aufgefangen und mit Ölbindemittel gebunden. Zusätzlich wurden vorsorglich alle umliegenden Gullys abgedichtet, um ein Ausbreiten des Kraftstoffes über die Kanalisation zu verhindern. Nach zirka zwei Stunden war der Einsatz beendet.

mm/tz

In Daglfing wurde eine Frau beinahe von einem Güterzug überrollt, danach machte sie mit einem völlig abstrusen Verhalten auf sich aufmerksam.

Ein versuchtes Tötungsdelikt treibt die Polizei in München um. Nach einer unvermittelten Attacke musste ein 59-Jähriger notoperiert werden.

Auf der Autobahn A1 bei Oldenburg nahe Bremen verunglückte indes bei einem Unfall ein Ehepaar mit einem Land Rover. Zu einem tödlichen Zusammenprall kam es indes bei einem Unfall zwischen einem Porsche und Motorrad in Niedersachsen unweit von Hamburg. Beides berichtet nordbuzz.de*.

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Kommentare

SeppiAntwort
(0)(0)

Sehe ich ähnlich. Wer sich als Radfahrer auf sein "Vorfahrtsrecht" verlässt und immer nur stur nach vorne schaut, hat eben irgendwann mal das Pech, vom Stärkeren überrollt zu werden...
Insbesondere wenn ein Bus oder ein Lkw nach rechts abbiegen will (die Dinger haben gleich mehrere Blinker, auch an der Seite), sollte man schon etwas wachsamer sein - Vorfahrt hin, Vorfahrt her.
Und solche Rechtsabbiege-Unfälle wird es immer wieder geben. Auto- bzw. Bus- und Lkw-Fahrer sind eben auch nur Menschen!
Meine Anregung (zum wiederholten Male): Fahrradfahrer - auf Radwegen wohlgemerkt - sollten von Gesetz wegen auf der gegeüberliegenden Seite fahren müssen, also den (in Fahrtrichtung gesehen) linken Radweg statt den rechten nutzen. Dann gäbe es solche Unfälle nicht mehr!
Dem Autofahrer würden dann beim Rechtsabbiegen die Radfahrer auf dem Radweg quasi entgegenkommen, anstatt dass er von ihnen rechts "überholt" wird. Das Übersehen von Radfahrern beim Rechtsabbiegen wäre somit eigentlich unmöglich!
Und für Radfahrer die auf der Straße fahren (warum auch immer), müsste es grundsätzlich verboten sein, Autos rechts zu überholen - auch und insbesondere vor Ampeln und Kreuzungen.
Schon wären alle Probleme gelöst!

MadridistaMUCAntwort
(1)(0)

Unsinn. Den genauen Unfallhergang kennen Sie ja schon scheinbar. Da haben Sie den Ermittlungsbehörden schon was vor.

Radeln, aber sicher!Antwort
(0)(0)

Stimmt, sie hätte sich ja einfach dagegen stemmen können, vom abbiegenden Bus auf das Gelände geschleift zu werden.

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