Schnauzer im Luise-Kiesselbach-Tunnel

Rentner-Hund Rudi (17) legt Ring lahm!

+
Der 17-jährige Schnauzer Rudi hat im Luise-Kiesselbach-Tunnel für Chaos gesorgt.

Alt, aber oho! Der 17-jährige Schnauzer Rudi ist seinem Herrchen ausgebüxt und hat im Luise-Kiesselbach-Tunnel für Chaos gesorgt.

Rudi, Rudi, was hast Du Dir denn dabei gedacht...

Im fortgeschrittenen Alter von 17 Jahren, sollte man meinen, dösen Hunde-Senioren nachts um 3 Uhr friedlich auf ihrer Decke und bleiben in ihrem behaglichen Heim. Nicht so Rentner Rudi: Der suchte und fand das Abenteuer seines Lebens, das mitten in der Nacht auf einer der meist befahrenen Hauptverkehrs-Straßen Münchens endete – nämlich auf dem Mittleren Ring, und zwar direkt im Luise-Kiesselbach-Tunnel!

Rudi ist ein kleiner Schnauzer-Mischling mit großem Herz und einem gesegnetem Selbstbewusstsein, das ihn zuweilen zu Aktionen verführt, die man diesem alten Herrn gar nicht zugetraut hätte. Er lebt in Sendling zusammen mit seinem Herrchen – gar nicht weit weg von der Garmischer Autobahn, die er offenbar als sein persönliches Revier betrachtet. Am 30. August setzte sich Rudi beim Gassigehen heimlich ab. Weg war er, und Herrchen war untröstlich.

Autofahrer meldet Hund im Luise-Kiesselbach-Tunnel

Stundenlang fehlte jede Spur von dem Zamperl. Bis sich in der darauffolgenden Nacht um 3.14 Uhr ein Autofahrer beim Notruf 110 der Polizei meldete. Er hatte einen „kleinen, grauen Hund“ gesehen, der soeben von der Autobahn (!) kommend in die Südröhre des Luise-Kiesselbach-Tunnels gerannt war.

Alarm in der Verkehrsleitzentrale der Polizei. Die Röhre wurde kurzfristig gesperrt, alle Überwachungskameras suchten den Tunnel ab. Und tatsächlich: Der kleine Streuner war schon mittendrin und schien das alles ziemlich interessant zu finden. Zwei Hundeführer der Polizei, eine Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion 15 in Sendling und eine tierliebe Zeugin, die sofort angehalten hatte, gingen auf die Jagd. Das fand Rudi nicht so gut. Es dauerte eine geschlagene halbe Stunde, bis die Polizisten ihn endlich in die Enge treiben und festnehmen konnten.

Rudi – ganz Gentleman – schloss sich ohne Zögern der einzigen Frau des Suchtrupps an, die ihn gleich ins Herz und wenig später ins Auto schloss und ihm eine Nacht Obdach gewährte. Mitarbeiter des Münchner Tierheims holten ihn dort am nächsten Tag ab. Ein Abenteuer mit Happy End: Mittlerweile sind Herr und Hund wieder glücklich vereint.

Dorita Plange

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Mann suchte Kontakt zu Pädophilen - „Abartiges Material“ schockiert Ermittler
Mann suchte Kontakt zu Pädophilen - „Abartiges Material“ schockiert Ermittler
Die Stadt München plant Verdopplung der Parkgebühren
Die Stadt München plant Verdopplung der Parkgebühren
Wer hat Pablo „ins Auto gelockt“? Neue Bilder des vermissten Jack Russells
Wer hat Pablo „ins Auto gelockt“? Neue Bilder des vermissten Jack Russells
Polizei auf Oktoberfest: Italiener sind gar nicht so schlimm
Polizei auf Oktoberfest: Italiener sind gar nicht so schlimm

Kommentare