Wahrzeichen in Sendling

Die höchste Baustelle der Stadt: Kraftwerk Süd wird mühsam abgerissen - so soll es künftig aussehen

Der Turm am Kraftwerk Süd  in Sendling ist eine Baustelle.
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Die Abrissarbeiten am Kraftwerk Süd in Sendling laufen.

Der Abriss des höchsten Kamins am Heizkraftwerk Süd hat begonnen: Ein acht Tonnen schwerer ferngesteuerter Bagger wird das Sendlinger Wahrzeichen in den kommenden Monaten Stück für Stück abtragen.

  • Das Heizkraftwerk Süd in München wird abgerissen.
  • In den kommenden Monaten wird das Sendlinger Wahrzeichen abtragen.
  • Eine Sprengung war nicht möglich.

München - Mann muss hoch hinaus, um runterzukommen… Die Stadtwerke München (SWM) haben einen Bagger oben auf den höchsten Kamin des Heizkraftwerks Süd gesetzt – damit das Gerät eben jenen Schlot abreißen kann! Acht Tonnen wiegt die ferngesteuerte Maschine, die das 176 Meter hohe Sendlinger Wahrzeichen in den kommenden Monaten Stück für Stück abtragen wird. Bisher verbirgt sie sich noch hinter dem Ring aus Ziegelsteinen, der auf dem Stahlbetonbauwerk aus dem Jahr 1970 sitzt. Doch schon bald wird man dem blauen Kraftprotz dabei zusehen können, wie er den Kamin abknabbert, auf dem er selbst steht.

Der Schutt fällt im Kamin nach unten auf ein dämpfendes Bett aus alten Reifen, Stahlplatten und einem Schuttpolster, wird schließlich abtransportiert.

So soll das Kraftwerk zukünftig aussehen – mit Riesen-Warmwassertank.

Heizkraftwerk Süd wird abgerissen - Wandel des Energiestandorts Süd

Monatelang hatten Fachleute zuvor die vier stählernen Abgasrohre entfernt, die in dem Kamin nach oben führten, dazu die Treppenanlage und zwei massive Beton-Zwischendecken. Nun verschwindet auch die äußere Hülle, die 50 Jahre lang als zweithöchstes Bauwerk der Stadt 176 Meter in die Höhe ragte (nach dem Olympiaturm mit 291 Metern). Es stammt aus der Zeit, als im Heizkraftwerk Süd noch Müll verbrannt wurde. Nachdem 1997 die Müllverbrennungsanlage, 2004 die Hochdruckanlage und 2018 auch das Spitzenheizwerk außer Betrieb genommen wurden, war der Kamin nicht mehr notwendig. SWM-Technikchef Helge-Uve Braun sagt: „Der Kamin stammt noch aus der alten Kraftwerkswelt. Sein Verschwinden macht den Wandel des Energiestandorts Süd jetzt auch nach außen deutlich.“

Abriss Heizkraftwerk Süd - Sprengung war nicht möglich

Eine Sprengung war nicht möglich, da der Kamin mitten im Kraftwerk sitzt. (SC)

In Sendling ist nicht die einzige Mega-Baustelle - auch am Hauptbahnhof tut sich einiges.

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