BGH hebt Münchner Urteil auf

Ist der Westparkmörder doch gefährlicher als gedacht? 

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Die Gefährlichkeit des Münchner Westparkmörders muss neu bewertet werden.

Karlsruhe - Ist der Münchner Westparkmörder viel gefährlicher als bislang angenommen - und zu Unrecht in Freiheit? Der Bundesgerichtshof hob das Urteil des Münchner Landgerichts am Dienstag wegen Fehlern auf.

Die Gefährlichkeit des Westparkmörders muss jetzt neu bewertet werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied, dass das Münchner Landgericht bei der Beurteilung des heute 37-Jährigen Fehler gemacht habe und hob das Urteil dazu auf: Das Landgericht hatte im Oktober 2011 den Antrag auf nachträgliche Sicherungsverwahrung gegen den Mann abgelehnt.

Damals sollte geklärt werden, ob der 2001 wegen Mordes an einem Jogger verurteilte Slowene psychisch gestört und auch heute noch hochgradig gefährlich ist. Der Slowene war Anfang des Jahres in sein Heimatland abgeschoben worden. Eine andere Kammer des Münchner Gerichts muss nun neu über die Gefährlichkeit des Mannes und damit über eine nachträgliche Sicherungsverwahrung gegen ihn entscheiden.

Das Gericht habe sich bei seiner Bewertung vor allem auf einen Kriminologen als Experten gestützt. Dieser habe aber zum psychischen Zustand des Mannes gar nichts sagen können. Außerdem habe sich das Landgericht zu sehr auf Sexualdelikte konzentriert, rügte der Vorsitzende Richter des BGH. Der heute 37 Jahre alte Slowene hatte 1993 im Münchner Westpark einen 40-Jährigen Architekten umgebracht.

dpa

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