Ab kommendem Schuljahr

Plinganserschule: Nachmittags-Betreuung steht jetzt doch

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Ab September gibt es einen offenen Ganztag für 170 Schüler. Rektorin und Eltern sind erleichtert, doch einige üben aber auch Kritik.

München - Die Nachmittagsbetreuung an der Plinganserschule in Sendling ist sichergestellt. Ab dem kommenden Schuljahr bietet die Schule einen offenen Ganztagsbetrieb bis wahlweise 17 Uhr mit 170 Plätzen an, was den Bedarf laut Rektorin Ulrike Bauer komplett decken wird. Die meisten Eltern zeigten sich vergangene Woche erleichtert, einige jedoch sehen Schwächen in dem Angebot.

Wie berichtet, war die Schule mit ihrer Betreuungssituation von der Stadt lange alleingelassen worden. Das seit Jahren geplante Tagesheim kann nicht eröffnen, der Hort muss verkleinert werden, die Bevölkerung wächst – all das sorgte dafür, dass im kommenden September knapp 100 Schüler keine Betreuung gehabt hätten. Bauer schrieb einen Brandbrief, woraufhin sich Stadt und Kultusministerium regten und mit Bauer an der einzig möglichen Lösung feilten: einem offenen Ganztag.

Bauer freute sich nun sehr, den Eltern ihr „Baby“ – eine „Sturzgeburt“ – zu präsentieren: kostenfreie Betreuung montags bis donnerstags bis 16 Uhr, hinzugebucht werden können die Zeiten bis 17 und freitags bis 16 Uhr. Ab 2018 ist auch eine Ferienbetreuung geplant. Als Träger wurde die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (GFI) gewonnen. Der Tagesablauf soll so aussehen: Freispiel, Mittagessen, Hausaufgabenzeit in festen Gruppen und dann Angebote wie Sport-AGs, Kunstprojekte, Freizeit.

Während die meisten Eltern froh waren, kam von einigen Kritik, dass es die geplante Kurzgruppe bis 14 Uhr aus organisatorischen Gründen nicht geben wird. Und dass die gut funktionierenden Mittagsbetreuungen aufgelöst werden müssen – so schreibt es das Kultusministerium vor. Skeptisch sahen einige, dass es bei der Qualifikation des Personals keine formalen Vorgaben gibt. Pro zwölf Kinder ist eine Betreuungskraft „mit pädagogischer Erfahrung“ zuständig.

Bauer und die GFI sind sehr optimistisch – auch wenn auf beide viel Arbeit zukommt: Es gilt ungewöhnlich viele Kinder, Räume, Angebote und Elternwünsche zu koordinieren. Bauer sagte voller Tatendrang: „Ich freue mich über viele Gestaltungsmöglichkeiten und werde mich reinhängen.“

In München wurde der offene Ganztag 2016/2017 eingeführt. Aktuell gibt es ihn an vier Grundschulen.  chu

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