Auf der Heimfahrt vom Oktoberfest

Student ins Gesicht getreten: Wer kennt den S7-Schläger?

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Die Polizei sucht nach diesem Mann, der einem Mann in der S7 ins Gesicht getreten haben soll.

München - Ein Student (21) wurde bei der Heimfahrt vom Oktoberfest in der S7 von einem Mann völlig unvermittelt ins Gesicht getreten. Die Polizei fahndet nun mit Fotos nach dem Schläger. 

Wie die Polizei mitteilt, war der 21-jährige Mann aus Nordrhein-Westfalen mit Freunden auf dem Oktoberfest und fuhr gegen 0.20 Uhr vom Heimeranplatz aus mit der S7 heim. Die Gruppe saß an den Klappsitzen neben den Türen. Am Harras stieg ein Unbekannter zu, der den 21-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen ansprach. Es kam zu einem kurzen Wortwechsel. Dann wandte sich der Unbekannte ab. Als die S-Bahn rund 30 Sekunden später am Haltepunkt Mittersendling anhielt und die Türen sich öffneten, drehte sich der Unbekannte, der an der Türe stand, unvermittelt zum 21-Jährigen um, der auf einem Klappsitz saß. Mit dem linken Fuß trat er dem 21-Jährigen mit einem sogenannten „Roundhouse Kick“ gegen die rechte Gesichtshälfte. Anschließend flüchtete er durch die Türe auf den Bahnsteig und entkam unerkannt.

Die vier Freunde fuhren mit dem, im Gesicht zunächst nur als leicht verletzt erkennbaren 21-Jährigen, zur Wohnung eines Freundes nach Thalkirchen. Als das Gesicht des Mannes immer mehr anschwoll, suchten sie mit dem Verletzten ein Krankenhaus in der Innenstadt auf. Dort wurde eine Zertrümmerung des Jochbeines diagnostiziert. Eine Verletzung des Auges kann zunächst nicht ausgeschlossen werden.

Tat wurde in der S-Bahn von Kamera aufgezeichnet

Die Gewalttat wurde in der S-Bahn von Videokameras aufgezeichnet. Die Auswertung der Aufnahme durch die Bundespolizei bestätigte die Angaben der Zeugen. Dabei erkannten die Beamten ungeheure Brutalität - und gezielte Planung. Der Tatverdächtige trat zu, als sich die Türen öffneten und sich, ehe einer der Freunde realisierte, was passiert war, bereits wieder schlossen, so dass eine Nacheile unmöglich wurde.

Der 21-Jährige wurde im Krankenhaus in München operiert und war nach zwei Tagen stationären Aufenthaltes in ein Krankenhaus in seiner Heimat verlegt worden, wo weitere Operationen und stationärer Aufenthalt notwendig waren. Durch den Tritt erlitt der Mann multiple Frakturen des Jochbeines, woraus sich Überlagerungen der Bruchstellen ergaben. Dadurch wurde auch ein Gesichtsnerv eingeklemmt. Folgeschäden können derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die Sehfähigkeit des 21-Jähren sei nach bisheriger Einschätzung der behandelnden Ärzte derzeit nicht eingeschränkt.

Der Tatverdächtige ist:

- ca. 25 Jahre alte,

- etwa 190 – 195 cm groß,

- geschätzte 95 – 100 Kg schwer,

- hat dunkelblonde, kurze Haare,

- einen Drei-Tage-Bart sowie

- ein markantes Kinn, das vorne gerade ist.

Er war bekleidet mit einer:

- Bluejeans,

- schwarzer Kapuzenjacke mit Reißverschluss und weißem Buchstabenaufdruck „IPG“,

- einem schwarzem Basecap (mit Symbol der New York Yankees) sowie

- schwarzen, klobigen Sportschuhen unbekannter Marke.

Er sprach englisch mit russischem oder osteuropäischem Akzent; hatte eine athletische Figur. Aufgrund der professionell ausgeführten und treffsicheren Trittbewegung könnte er Kampfsport-Erfahrung haben.

Zeugen gesucht

Wer Angaben zu dem Tatverdächtigen machen kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 089/515550111 an die Bundespolizeiinspektion München zu wenden.

Aufgrund des Wiesnbezuges sowie der augenscheinlichen Nationalität des Tatverdächtigen besteht die Gefahr, dass dieser sich nicht dauerhaft in München aufhält.

Zusammen mit dem Unbekannten stieg am Haltepunkt Harras eine bislang ebenfalls unbekannte männliche Person im selben Türbereich der S7 ein. Der Mann hatte in der S-Bahn offensichtlich keinen direkten Kontakt zu dem Gesuchten und verblieb nach dem Vorfall in Mittersendling weiter in der nach Wolfratshausen fahrenden S-Bahn. Der unbekannte Mann wird als Zeuge gesucht, da er vielleicht am Harras, wo der Unbekannte zustieg, Beobachtungen machte, die für die Bundespolizei zur Ermittlung der Identität des Unbekannten, wichtig sein könnten.

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