Taxiunternehmen an der Engelhardstraße 6

Den Taxlern geht die Post ab: Briefe kommen zu spät oder gar nicht

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Post-Ärger: Die Firmen an der Engelhardstraße 6 klagen über Zustellungsprobleme.

Die Taxiunternehmen an der Engelhardstraße 6 in Sendling fürchten um ihren guten Ruf: Weil die Post schon über Wochen zu spät oder gar nicht zugestellt wird, haben sie bereits Mahnungen erhalten. Die Post versucht das Problem zu lösen. 

München - Vor ein paar Wochen hat Franz Schmidbauer eine Mahnung von einem Geschäftspartner erhalten. „Das ist mir noch nie passiert! Ich zahle meine Rechnungen immer pünktlich“, sagt der Taxiunternehmer. Das hätte er auch dieses Mal getan – hätte er die Rechnung erhalten. Denn den Gewerbetreibenden an der Engelhardstraße 6 geht die Post ab: Seit einem guten Monat werden Briefe dort gar nicht oder sehr verspätet zugestellt.

Alle Versuche, das Problem zu lösen, seien bislang erfolglos gewesen

In dem Sendlinger Bürogebäude ist auch die Taxi-München eG untergebracht, eine große Taxizentrale. „Wir haben ungefähr 100 Mitglieder, die bei uns ein Postfach haben. Es geht drunter und drüber“, klagt Regina Reich von Taxi-München eG. „Wir haben schon pfundweise Mahnungen erhalten, weil wir Rechnungen nicht zugestellt bekommen.“ Geschäftspartner und Kunden riefen reihenweise an. „Sie fragen, was bei uns los ist, weil Briefe, die sie an uns geschickt haben, zu ihnen zurückkommen mit dem Vermerk, dass die Annahme verweigert wurde oder der Empfänger verzogen ist.“ Geschäftspartner hätten deshalb sogar schon Briefe an seine Privatanschrift geschickt, berichtet Schmidbauer. Alle Versuche, das Problem zu lösen, seien bislang erfolglos gewesen. „Ich hatte regen Kontakt mit der Post gehabt. Ich sollte die Rücksendevermerke unserer Kunden per E-Mail zuschicken“, so Reich. „Zuletzt hat es geheißen, dass man an einer Lösung dran sei.“

Problem hängt wohl mit einem Postfach zusammen

Ein Sprecher der Post teilt auf Merkur-Anfrage mit, dass das Problem mit einem Postfach zusammenhänge, über das die Sendungen für die Engelhardstraße 6 zugestellt werden. „Offensichtlich hat derjenige, der die Herrschaft über dieses Postfach hat, die Annahme der Sendungen teilweise verweigert“, erklärt der Sprecher. Sei ein Postfach einmal angemeldet, würden alle Sendungen – auch die mit Straßenanschrift – automatisch auf die Postfachanschrift umgeleitet. Ziel sei es, nur noch die Post, die an Postfach-Inhaber adressiert sei, weiter über das Postfach laufen zu lassen. Momentan laufen über das eine Postfach über 100 Adressen. „Wir versuchen das System umzugestalten“, so der Sprecher.

Schmidbauer hofft, dass das Problem so schnell wie möglich behoben wird. „Ich pflege seit über 30 Jahren sehr gute Geschäftsbeziehungen, die lasse ich mir nicht kaputtmachen!“

Daniela Schmitt

In einer Postbank-Filiale in Neuperlach verschwinden seit Wochen Einschreiben. Die Kunden kochen vor Wut, die Polizei ermittelt.

Klagen über die Post haben zur Weihnachtszeit Hochkonjunktur. In München ist besonders eine Filiale harter Kritik ausgesetzt - und das zu jeder Jahreszeit.

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