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Pfeiler kommen weg, aber...

Unterführung Lindwurmstraße: Breiter geht es nicht

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Geh- und Radweg an der Unterführung Lindwurmstraße werden teils verbreitert.

Wann wird endlich die marode Bahnbrücke, die über die Lindwurmstraße geht, saniert? Das kann noch dauern, doch bis zum Jahr 2021 wird es trotzdem breiter für Fußgänger und Radfahrer.

München - Die marode Bahnbrücke über die Lindwurmstraße wird derzeit mit massiven Stützpfeilern gesichert. Ende März sollen die Pfeiler wegkommen – und der Verkehr kann wieder unbeengt fließen. Neu installierte, seitlich montierte Tragarme sollen dann für den nötigen Halt sorgen – für mehrere Jahre. Denn erst ab 2021 sollen die Erneuerungsmaßnahmen an der Eisenbahnbrücke beginnen. Dies hat die Deutsche Bahn der Stadt mitgeteilt.

In der Zwischenzeit hat die Bahn als Eigentümer und Bauträger die sehr komplexe Statikprüfung für den Brückenneubau abgeschlossen. Keine einfache Berechnung, weil drei U-Bahnröhren direkt unter der Brücke verlaufen. Nach jahrelangen Abstimmungen wurde – auch durch die Hartnäckigkeit des örtlich zuständigen Bezirksausschusses Ludwigs-/Isarvorstadt (BA 2) – für die südöstliche Fahrbahnseite eine Verbreiterung des Radwegs auf 2,75 Meter und des Gehsteigs auf vier Meter erreicht. „Das waren sehr zähe Verhandlungen und eine mühsame, langwierige Arbeit mit der Bahn“, schildert Harald Spengler vom Münchner Baureferat, der den aktuellen Stand der Planungen nun dem BA in dessen jüngster Sitzung dargelegt hat.

„Maximum ist ausgeschöpft“

Insgesamt wird die neue Brücke eine etwas größere Spannweite bekommen. „Damit ist aber das Maximum ausgeschöpft“, sagt Spengler und bremst damit weitere Vorschläge aus: Denn unter Federführung des Grünen-Stadtrats Paul Bickelbacher wollte der Bezirksausschuss gerne auch an der Nordwest-Seite mehr Platz für Fußgänger schaffen. Grund: Hier laufen die Berufsschüler und andere Fußgänger zur U-Bahn. „So ein Vorstoß würde das ganze Projekt um Jahre zurückwerfen“, betont Spengler jedoch.

Auch die Idee, auf der südöstlichen Seite unter der Brücke breitere Gehwege einzuplanen und dort – im Trockenen – für Radständer zu sorgen, sei leider unmöglich. „Das wären sehr teure Fahrradstellplätze bei einer extrem langen Entwicklungszeit“, sagt Spengler. Allerdings kann das Baureferat auch schon einen positiven Ausblick geben: Weil das Ministerium den Regionalhalt Poccistraße in das Konzept für die Münchner Bahnknoten eingebunden hat, wird diese Haltestelle von der Bahn bei den Planungen berücksichtigt. Der Halt kommt an die Südost-Seite der Brücke. An dieser Seite sind dann zwei Autofahrspuren, gegenüber nordwestlich drei Fahrspuren vorgesehen.

BA Sendling stimmt zu

Damit das Projekt nicht noch weiter verzögert wird, beschloss der Bezirksausschuss schließlich einstimmig, von weiteren Verbesserungsvorschlägen zur Brücken- und Radweggestaltung abzusehen.

Auch der Bezirksausschuss Sendling, an dessen Grenze die Unterführung liegt, hat dem jetzigen Konzept bereits zugestimmt. Damit hoffen nun alle Beteiligten, dass das Planfeststellungsverfahren für einen der baufälligsten Bahnübergänge Münchens so bald wie möglich beginnt.

Bettina Ulrichs

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