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München-Serie

Weiter Streit wegen Gasteig: So ändert sich Sendling 2018

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Das geplante Ausweichgelände für den Gasteig am Brudermühltunnel.

Es bewegt sich was in München. Wie die Fortschritte in 2018 aussehen und wer wo auf der Bremse steht, das zeigt unser Blick in die Zukunft von Münchner Stadtteilen. Diesmal ist es Sendling.

► Gasteig-Ausweiche

Der Umzug des Gasteigs in das Interimsquartier an die Hans-Preißinger-Straße 8 wird nächste Woche im Stadtrat besprochen Doch im Vorfeld gibtes Kritik – diesmal am Verkehrskonzept und der Anbindung an den ÖPNV. Kommunal­politiker bezweifeln, dass die bestehende öffentliche Anbindung (U3, X30-Bushaltestelle an der Brudermühlstraße, 54er-Bushaltestelle an der Schäftlarnstraße) zur Erschließung des neuen Quartiers ausreicht. Ein Verkehrskonzept müsse zwar noch erstellt werden. Aber: „Die Kapazitäten reichen aus“, sagte MVG-Sprecher Matthias Korte auf tz-Anfrage. Ob man in den Abendstunden den 54er-Bus aufstocken kann, werde man prüfen. „Doch da sind wir flexibel.“

So soll der Interims-Gasteig aussehen.

► MS Utting

Volle Kraft voraus soll es heuer auf der „MS Utting“ heißen. Auf dem ausrangierten Ausflugsschiff, das auf die Brücke an der Lagerhausstraße gehievt wurde, soll Sendlings neue Kulturbühne eingeweiht werden.

► Großmarkthalle

Eines der zentralen Themen bleibt die Großmarkthalle. Ein Runder Tisch soll klären, wie es weitergeht. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung sucht die Stadt nach einem Investor für das Großprojekt. Die Stadtviertelpolitiker stehen dem Investorenmodell weiter kritisch gegenüber und drängen auf eine schnelle Sanierung. Wenn es nach dem BA ginge, sollen städtische und genossenschaftliche Wohnungen in das Bauvorhaben integriert werden.

► Herzog-Ernst-Platz

Auf dem brachliegenden Gelände zwischen Radlkofer- und Pfeuferstraße könnte heuer der erste Spatenstich gesetzt werden. Mehr als 200 Wohnungen will die GWG auf dem rund 9000-Quadratmeter-Grundstück (oft „Sendlinger Wüste“ genannt) bauen. Geplant sind auch ein Restaurant, ein Haus für Kinder, ein Supermarkt und eine Tiefgarage.

► Meindlstraße

Eine andere Großbaustelle steht in der Meindlstraße 14-16 an. Wo sich die Container der temporären Flüchtlingsunterkunft befinden, sollen ein Alten- und Service-Zentrum sowie Familienwohnungen entstehen.

► Harras

Auch an der Plinganserstraße/Ecke Dudenstraße sollen 2018 noch die Bagger anrollen. Hinter dem Postgebäude am Harras will ein privater Investor einen Riegel mit 200 Wohnungen errichten.

► Plinganserstraße

Schon zu Beginn dieses Jahres sollen die Wohnungen an der Plinganserstraße 27–31 bezugsfertig sein. Das sogenannte Clearinghaus, das der Katholische Männerfürsorgeverein betreibt, bietet Platz für rund 40 Wohnungslose.

► Neuer Radweg

Ein neuer Radweg soll an der viel befahrenen Plinganserstraße die Lücke zwischen Sendlinger Kirche und Harras schließen.

Der BA-Chef zum Gasteig: Druck hochhalten

Markus Lutz (SPD)

Markus Lutz (SPD), Vorsitzender des Bezirksausschusses Sendling: Wir wollen möglichst viel der alten Struktur des SWM-Geländes beibehalten. Wichtig ist es, dass wir im ­Bezirk den Druck hochhalten, auch gegenüber den städtischen Ausschüssen. Die Stadt­räte sollen sich ­ihrer Verantwortung im Hinblick auf die Künstler und Gewerbetreibenden auf dem Gelände bewusst sein. Das betrifft auch die ­Verkehrsproblematik: So sollte zum Beispiel der Expressbus X30 an der Schäftlarn­straße halten.

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