Der Laden um die Ecke

Bei ihm gibt es „Märchen Spezialitäten“

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Schoch führt davon etwa 20 verschiedene Sorten Pelmeni.

Josef Schoch hat eine Mission: guten Wodka nach Deutschland bringen. Doch bei ihm gibt es mehr als Hochprozentiges - und neulich hat sogar Dallmayr bei ihm bestellt. 

München - In seinem Laden für russische Spezialitäten am Westpark hat er zwar neben den 50 Sorten Wodka 1500 weitere Produkte im Sortiment. Doch das Nationalgetränk liegt Schoch besonders am Herzen. „Viele Deutsche wissen gar nicht, dass man Wodka auch pur trinken kann, weil sie noch nie einen guten getrunken haben“, sagt er. Seit elf Jahren leitet Schoch den Laden mit dem umständlichen Namen „Eximas Russische Märchen Spezialitäten“, seine Frau Maria führt einen weiteren in Neuperlach. 

Märchen gibt es hier nicht zu kaufen, auch wenn manche Kunden das Geschäft wegen der Beschriftung nur „den Märchenladen“ nennen. Dabei ist es eine übersetzte russische Redewendung. „Märchen-Spezialitäten sind eben ganz wunderbare Spezialitäten.“ 

Das finden auch die Kinder, die auf ihrem Schulweg Zwischenstopp im Laden machen. Mit großen Augen stehen sie vor dem Regal mit bunt verpackten Bonbons. Für die russischen Kunden ist der Laden ein Stück Heimat – Kinderbücher und Zeitungen gehen deshalb besonders gut. 

Aber auch viele Deutsche kaufen hier ein, zum Beispiel die Teigtaschen „Pelmeni“, die russische Antwort auf Ravioli. Schoch führt davon etwa 20 verschiedene Sorten. Manches backt der Chef selbst: „Piroschki“, eine Art Milchbrötchen, gefüllt mit Kartoffeln, Fleisch oder Äpfeln. 

Und die sind nicht nur bei Schochs Kunden beliebt. Kürzlich hat das Dallmayr-Restaurant 800 Stück bestellt – ein gutes Geschäft, aber auch ein Riesenaufwand für den Händler und seine Mitarbeiter: „Wir haben drei Tage lang Piroschki gebacken.“ 

Der Laden an der Krüner Straße 75 ist montags bis samstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. 

may

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