„Halt, Polizei!“

Betrunkener Radfahrer lässt sich nicht von Polizei stoppen

Als eine Zivilstreife einen Mountainbiker am Freitag wegen seiner Schlangenlinien aufhalten wollte, fuhr dieser unbeirrt weiter - die Beamten nahmen die Verfolgung auf. 

Durch seine Schlangenlinien hat ein Mountainbiker (41) am Freitagmorgen die Aufmerksamkeit von zwei Zivilbeamten auf sich gezogen. Gegen 4.15 Uhr fuhr der Mann laut Polizei mehr oder weniger geradeaus und ohne Licht auf dem Radweg in der Westendstraße. 

Den vorbeikommenden Zivilbeamten reichte das als Grund aus, um die Kelle zu zücken. Sie riefen „Halt, Polizei“ und reckten die Anhaltekelle mit dem Schriftzug in die Luft. 

Den Mountainbiker interessierte das aber anscheinend nicht besonders - er fuhr einfach weiter und ließ die verdutzten Beamten einfach stehen. Nach einigen hundert Metern bog er in den Westpark ein. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Im Park versuchten die Polizisten erneut den Radfahrer anzuhalten: Erneut ohne Erfolg. 

Die einzig für die Beamten erkennbare Reaktion bestand darin, dass der 41-Jährige mit seinem Fahrrad den Dienstwagen streifte. 

Erst der Zufall kam ihnen bei ihrer Verfolgung zu Hilfe: Der Radfahrer fuhr im Park über unbefestigte Fußgängerwege und eine angrenzende Wiese. Dort stürzte er über einen gespannten Maschendrahtzaun - das Ende seiner Irrfahrt. Die Polizisten sammelten den am Boden liegenden ein und nahmen ihn mit auf die Wache, um einen Bluttest zu machen: Der Mountainbiker hatte offenbar ein paar Gläser zu viel getrunken. 

Am Auto der Zivilfahnder entstand ein kleiner Sachschaden. Das Mountainbike blieb unbeschädigt.

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Rubriklistenbild: © dpa

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