1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Sendling-Westpark

Gastronom Julian Hahn zeigt seinen perfekten Tag im Sendling-Westpark

Erstellt:

Kommentare

Im grünen Paradies: Gastronom Julian Hahn  nimmt uns mit in sein Münchner Viertel Sendling-Westpark.
Im grünen Paradies: Gastronom Julian Hahn  nimmt uns mit in sein Münchner Viertel Sendling-Westpark. © Oliver Bodmer

Im grünen Paradies: Gastronom ­Julian Hahn zeigt uns seinen perfekten Tag daheim und nimmt uns mit in sein Viertel Sendling-Westpark.

München - Sendling bedeutet für Julian Hahn Heimat. In der Nähe des Westparks ist der 26-Jährige gemeinsam mit seinen Brüdern Daniel (unter anderem Betreiber von Wannda und der Alten Utting) und Laurin (Geschäftsführer von Sono Motors) aufgewachsen. Hier hat er viel Zeit verbracht. Im Winter ist er Schlitten gefahren, im Sommer hat er Tischtennis gespielt.

Heute betreibt Julian Hahn gemeinsam mit seinem ehemaligen Schulkameraden Florian Jund das Café Gans am Wasser, das auf der Ostseite des Parks am Ufer des Mollsees liegt. Freie Tage sind für den jungen Mann, der mit Kunst- und Kulturprojekten wie Wannda und dem Märchenbazar auf dem Viehhof bekannt geworden ist, vor allem in der Sommerzeit selten. Sein jüngstes Projekt ist ein alter Holzkiosk an der Pilgersheimer Straße in Giesing, den er mit Kultur und Gastronomie als Hexenhaus wieder beleben will.

1. Sonnenaufgang auf dem Neuhofener Berg

Der perfekte Urlaubstag beginnt für Julian Hahn schon um 7 Uhr morgens auf dem Neuhofener Berg mit Blick über die Dächer der Stadt. „Ich habe ehrlich gesagt kaum frei, und wenn, dann stehe ich auch mal früh auf“, erzählt der 26-Jährige. Auf dem Neuhofener Berg genießt er die ersten Sonnenstrahlen des Tages und „den tollen Blick auf das Sendlinger Unterfeld und über das Isartal“. Die an der Plinganserstraße gelegene 7,5 Hektar große Parkanlage erstreckt sich von der Greinerbergstraße bis hin zur Brudermühlstraße. Einst diente sie als Schuttabladeplatz für Trümmer der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Häuser. Der Aussichtspunkt am Rundpavillon mit Brunnen befindet sich am Nordende des Parks.

null
1. Sonnenaufgang auf dem Neuhofener Berg. © Klaus Haag

2. Frühsport an der Isar

Gemeinsam mit seinem besten Freund und Mitbewohner geht Julian Hahn anschließend auf den Trimm-dich-Pfad an die Isar, um beim Workout an der frischen Luft fit in den Tag zu starten. An 20 Stationen können Sportler unter freiem Himmel Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit trainieren. Die Nutzung der Anlage ist kostenlos. „Das Schöne ist, dass man gleich nach dem Training in der Isar schwimmen kann“, sagt Hahn. Der Fitness-Parcours „Isarauen“ liegt in Untergiesing, in der Nähe des Freibadbächls. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin möchte, steigt an der Haltestelle Brudermühlstraße (U3) aus.

null
2. Frühsport an der Isar, © Oliver Bodmer

3. Chillen im Westpark

Nach einer Dusche und einem ­Frühstück daheim verbringt Julian Hahn den freien Nachmittag mit Buch, Laptop und Picknickdecke am Ufer des Mollsees im Westpark. Manchmal spannt er dort auch seine Slackline oder spielt mit Freunden Volleyball. Der 69 Hektar große Park wurde 1983 für die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) ­angelegt. Er erstreckt sich auf einer Länge von etwa 2,4 Kilometern über das Stadtviertel Sendling-Westpark. „Für mich ist es einer der schönsten Parks in München, nicht nur, weil er nicht so touristisch ist. Umgeben von der Hügellandschaft bekommt man das Gefühl, dass man nicht in der Stadt, sondern ganz woanders ist“, schwärmt der 26-Jährige.

4. Libanesischer Genuss im Manouche

Zum Abendessen geht Julian Hahn gern ins Manouche: „Da gibt es leckere Linsengerichte.“ Bekannt ist das kleine Lokal an der Valleystraße 19 aber vor allem wegen seiner libanesischen Pizza, eine Art belegtes Fladenbrot. Als das gemeinsame Büro der Hahn-Brüder noch an der Poccistraße war, kam Julian Hahn öfter hierher. Er schätzt nicht nur das ausgefallene und gesunde Essen, sondern auch die familiäre Atmosphäre des Restaurants. „Es ist süß und überschaubar. Sein orientalisches Flair erinnert mich an Länder, die ich bereist habe“, sagt der 26-Jährige.

null
4. Libanesischer Genuss im Manouche. © Oliver Bodmer

5. Abendstimmung auf dem Viehhof

Mit einer Flasche Wein und ein paar Snacks trifft er sich am Abend mit seinem jüngeren Bruder Laurin am Viehhof: „Ich mag den alternativen Freiraum und das Flair aus Backsteinmauern mit Graffitis.“ Den Sonnenuntergang betrachten die Brüder von einem der Container oder der Sonnenterrasse auf der alten Ruine aus. Anschließend geht es zum Bahnwärter Thiel. „Da ist meistens was los, viele Leute, die wir kennen. Eine Garantie für einen schönen Abend“, weiß Julian Hahn. Oft treffen sie dort auch Bruder Daniel. Er betreibt die Kulturstätte auf dem Gelände der ehemaligen Großviehhalle. Neben einem bunten kulturellen Programm aus Theater, Konzerten und Lesungen werden hier auch Clubnächte gefeiert.

null
5. Abendstimmung auf dem Viehhof. © Oliver Bodmer

Sendling-Westpark in Zahlen

Sendling-Westpark ist der 7. Stadt­bezirk. Hier ­leben rund 60.000 Einwohner. Sendling-Westpark entstand 1992 aus ­Teilen der Stadtbezirke Sendling und Laim sowie dem aufgelösten Bezirk Waldfriedhofviertel.

In den letzten Jahren hat sich Sendling-Westpark verändert

Mein perfekter Tag in meinem Viertel

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Sendling – mein Viertel“.

Christina Seipel

Auch interessant

Kommentare