Einsatz in München

Ärger auch wegen Corona-Verstoß: Polizei mit Hubschrauber auf Jagd nach Jugendlichen

Graffitisprayer
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Graffitisprayer haben in München einen hohen Schaden verursacht (Symbolbild).

Die Münchner Polizei hat am Samstag mit einem Hubschrauber nach Graffitisprayern gesucht. Einem der Jugendlichen droht jetzt nicht nur wegen Sachbeschädigung Ärger, sondern auch wegen Verstößen in der Corona-Krise.

  • Graffitisprayer haben am Samstag in München einen Zug besprüht.
  • Die Polizei hat mit einem Hubschrauber nach den Jugendlichen gesucht - einer wurde gefasst. 
  • Nun droht dem 15-Jährigen auch Ärger wegen Verstößen in der Corona-Krise.

München - Das gibt Ärger in doppelter Hinsicht: Ein 15-Jähriger aus Thalkirchen ist am Samstagabend gegen 21.30 Uhr von der Münchner Bundespolizei gefasst worden, weil er eine S-Bahn in Mittersendling besprüht haben soll. Zwei weitere Tatverdächtige sind nach Polizeiangaben vom Samstag noch flüchtig.

Polizei mit Hubschrauber auf Jagd nach Graffitisprayern 

Die Polizei hatte mit einem Hubschrauber nach den Graffiti-Sprayern gesucht, nachdem sie Mitarbeitern der Deutschen Bahn aufgefallen waren.

Der Zug wurde auf einer Fläche von 20 Quadratmetern besprüht. Dadurch entstand ein Schaden von 1000 Euro. Der Jugendliche muss sich nicht nur wegen Sachbeschädigung verantworten: Wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkungen* leitete die Bundespolizei den Vorfall an das zuständige Kreisverwaltungsreferat weiter. 

Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut: 

„Von drei Personen, die am Freitagabend (3. März) am S-Bahnhaltepunt Mittersendling eine dort abgestellt S-Bahn besprüht haben, konnte ein 15-jähriger Tatverdächtiger auf der Flucht gefasst werden. 

Gegen 21:30 Uhr fielen DB-Mitarbeitern am S-Bahnhaltepunkt Mittersendling drei Personen auf, die eine S-Bahn besprühten. Verständigten Streifen von Landes- und Bundespolizei sowie Mitarbeitern der Deutsche Bahn Sicherheit gelang es im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen einen 15-jährigen Deutschen aufzugreifen. Am Einsatz war auch kurzzeitig ein Helikopter der Bundespolizeifliegerstaffel Oberschleißheim, beteiligt. 

An der S-Bahn wurden auf rund 20 qm mehrere „Tags“ aufgebracht. Die Schadenshöhe beträgt ca. 1.000 Euro. Die Suche nach den anderen beiden Tatverdächtigen ist Gegenstand weiterer Ermittlungen der Spezialisten der „Koordinierungsgruppe Graffiti“. Der 15-jährige Thalkirchener, der sich nun wegen Sachbeschädigung verantworten muss, wurde nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen einem Erziehungsberechtigten übergeben. Er muss damit rechnen, dass die Deutsche Bahn AG den Schaden zivilrechtlich eintreibt. 

Besonders ärgerlich für Reisende und Pendler ist, dass wegen Graffito zu reinigende S-Bahnen ausgestellt werden müssen und deswegen nicht zum Betriebseinsatz kommen. Regelmäßig sind Zugausfälle, Zugverkürzungen und auch Verspätungen die Folge. Seitens der sachbearbeitenden Bundespolizeiinspektion München wird das Besprühen von S-Bahnen und auch von Bahnanlagen keinesfalls als Kunst gesehen. Es handelt sich um eine Straftat, die der Deutschen Bahn erhebliche Kosten und Aufwand bereitet. Zeugen von Graffititaten können der Bundes(Polizei) helfen Straftäter zu ermitteln und künftigen Taten vorzubeugen, indem sie verdächtige Beobachtungen, z.B. an S-Bahnabstellanlagen oder in der Nähe von Haltepunkten, umgehend melden. Hilfreich sind u.a. präzise Beschreibungen oder auch Bilder von Tatverdächtigen und deren Bekleidung.“

In Bayern gelten noch bis zum 19. April Ausgangsbeschränkungen.

„Seine Füße sind ohne triftigen Grund draußen, man rufe die Polizei“: Das Foto eines Münchner Sonnenanbeters findet im Netz aktuell großen Anklang.

Durch die Verlängerung der Ausgangssperre müssen Restaurants, Einzelhändler und Dienstleister ihre Läden weiterhin geschlossen halten. Nun sind viele in Zeiten der Corona-Krise kreativ geworden und bieten Abholung- oder Lieferservice an. Auf der interaktiven Landkarte finden Sie alle Anbieter in Ihrer Region.

dpa

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