Es geht um die Mehrwertssteuer

Metzgerei-Kette Vinzenz Murr: Steuer-Razzia in der Firmenzentrale in München-Sendling

Das Firmenlogo von Vinzenz Murr.
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Das Firmenlogo von Vinzenz Murr.

Bei Vinzenz Murr kam es am Dienstag zu einer Steuer-Razzia. Die Ermittler beschäftigen sich mit der Frage, ob die Mehrwertsteuer korrekt erfasst worden ist.

München - Um 9 Uhr morgens klingelten die Ermittler: Nach tz-Informationen kam es am Dienstag bei Vinzenz Murr zu einer Razzia in der Hofmannstraße, wo die Firmenzentrale sitzt. In Sendling durchsuchten Steuerfahnder rund sieben Stunden lang das Verwaltungsgebäude, stellten Datenträger und Akten sicher. Währenddessen mussten die Mitarbeiter des Fleischgroßbetriebes ihre Arbeit stoppen.

Vinzenz Murr bestätigt: „Ja, es gibt eine staatsanwaltschaftliche Ermittlung, die sich mit der Frage beschäftigt, ob die Mehrwertsteuer im Imbissbereich dauerhaft korrekt erfasst worden ist.“ Hintergrund: Der Gesetzgeber sieht bei Außer-Haus-Verzehr einen reduzierten Mehrwertsteuersatz (aktuell fünf Prozent), beim Verzehr im Geschäftslokal hingegen den vollen Mehrsteuersatz (aktuell 16 Prozent) vor. Erst seit Juli 2020 gilt die Corona-Anpassung von fünf Prozent in beiden Fällen.

Vinzenzmurr: „In keinem Betrieb wird es jemals möglich sein, ...“

Stephan Heller, der die Kommunikation für Vinzenz Murr übernommen hat, sagt: „Wir arbeiten eng und offen mit den Behörden zusammen, um die unzutreffenden Vorwürfe zu entkräften.“ Aber: „In keinem Betrieb wird es jemals möglich sein, Tausende von Einzelvorgängen im Detail zu überwachen. Genauso wenig wie Kunden daran zu hindern, ihre Leberkässemmel doch im Laden zu essen und sie nicht – wie ursprünglich vielleicht geplant – mit nach Hause zu nehmen.“

Die Staatsanwaltschaft äußert sich, wie in Steuer-Fällen üblich, nicht dazu. (thi)*tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

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