Junges Viertel mit wenig Altbau

Sendling-Westpark

Thailändische Sala mitten in München
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Thailändische Sala im Westpark in München

Sendling-Westpark schrieb bereits Weltgeschichte. Der von Sendling getrennte Stadtbezirk ist wirtschaftlich vom sozialen Sektor abhängig.

Sendling-Westpark – Wer nach architektonischen Meisterwerken aus der Renaissance-Zeit sucht, wird in diesem Stadtteil nicht fündig, denn der Bezirk hat eine kurze Geschichte. Sendling-Westpark macht eine Entwicklung durch, die sich positiv auf Wirtschaft und Einwohnerstruktur auswirkt. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Sendling-Westpark: Lage, Geschichte und Entwicklung des Stadtteils

Der Stadtteil liegt im Südwesten von München und entstand bei der Bezirksreform im Jahr 1992 aus Teilen des Bezirks Waldfriedhofsviertel. Es folgten kleinere Grenzkorrekturen mit den Nachbars-Stadtbezirken Sendling und Laim. Ausschlaggebend für die Namensgebung waren der Westpark und die Teile Sendlings. Der Westpark des Stadtteils wurde für die Internationale Gartenausstellung 1983 angelegt und ist die größte Grünfläche des Bezirks.

Vor der Bezirksreform gehörte der Stadtteil noch zu Sendling. Die ursprüngliche Ansiedelung des Ortes erfolgte 2000 vor Christus außerhalb der heutigen Grenzen. Erst im 17. Jahrhundert entwickelte sich die Ansiedlung im eigentlichen Stadtteil. Zu Sendling-Westpark gehören Wälder und landwirtschaftliche Flächen, die bewirtschaftet wurden. Zum ersten industriellen Fortschritt führte 1845 die Inbetriebnahme der Maximiliansbahn. Sie führte von München nach Holzkirchen und wurde 1957 fertig gebaut.

Zur Prinzregentenzeit im 20. Jahrhundert erfolgte der Ausbau der Siedlungen. Der Waldfriedhof des Stadtteils wurde kurz nach der Jahrhundertwende errichtet. Es folgten grundlegende Errichtungen von Gebäuden und Siedlungen, die für die Entwicklung des Stadtteils ausschlaggebend waren.

Sendling-Westpark: Politik, Wirtschaft und Verwaltung

Bei der letzten Bezirksausschuss-Wahl in Sendling-Westpark machten nur etwas mehr als 48 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Die Partei Die Grünen ist mit zehn Sitzen die stärkste Partei, gefolgt von CSU (sieben Sitze), SPD (sechs Sitze), Freie Wähler und ÖDP (zwei Sitze), FDP und Linke (jeweils ein Sitz).

Die Politik des Stadtteils spielt bei der Nachverdichtung sowie bei den Sanierungsarbeiten eine entscheidende Rolle. So befürchtete die Stadtpolitik bei den Tunnelbauten zu hohe Sanierungskosten, weshalb der Stadtrat diese trotz Einwänden unterbunden hat.

Die wichtigsten Arbeitgeber des Stadtteils sind im sozialen Sektor angesiedelt. Nachfolgend sind die größten Arbeitgeber aufgelistet – auch solche, die nicht dem sozialen Sektor angehören:

  • das städtische Altenheim St. Josef
  • die Lebenshilfe Werkstatt für Menschen mit Behinderung
  • das Integrationszentrum
  • Zentralen des ADAC und TÜV Süd
  • die Zentralverwaltung der Fraunhofer-Gesellschaft
  • das Fundamt der Stadt
  • die Kfz-Meldestelle

Der Stadtteil erlebt ein Bevölkerungswachstum, auch an Jugendlichen. Der Bezirk ist wirtschaftlich nicht sonderlich stark, aber steht hinsichtlich der Arbeitslosenquote im Vergleich nur knapp im untersten Drittel der Münchener Stadtteile.

Aufgrund der kurzen Historie befindet sich der Stadtteil noch in der Entwicklungsphase, doch die Politik bringt Wirtschaft und Sanierungsarbeiten voran.

Sendling-Westpark: Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten

Trotz ihrer kurzen Geschichte bietet Sendling-Westpark einige Attraktionen für Touristen. Der Westpark selbst bietet Besuchern ein Freiluftkino und ein Café am Wasser. Im nördlichen Bereich des Parks ist die ehemalige Rudi-Sedlmayer-Halle angesiedelt, in der diverse kulturelle und sportliche Veranstaltungen stattfanden. Seit 2011 trägt die Halle den Namen „Audi Dome“ und ist Heimspielstätte der FC Bayern Basketballspieler. Die Halle wurde 1972 für die Olympischen Spiele gebaut. Im Stadtteil befinden sich neben dem Audi Dome die Anlagen und der Sitz der Königlich Privilegierten Hauptschützengesellschaft.

Neben dem Westpark gehört ein Teil des Sendlinger Waldes sowie eine Kleingartenanlage zu Sendling-Westpark. Außerdem gibt es im Stadtteil zwei Bezirkssportanlagen und Quartierparks. Nennenswert ist hier der Bau von zwei griechischen Schulen, in denen nach Lehrplan und Sprache des Landes unterrichtet wird.

Baudenkmäler gibt es aufgrund der kurzen Geschichte nur wenige, dafür einen prominenten Bewohner. Der ehemalige CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1988 in seiner Villa, die heute zu Sendling-Westpark gehört.

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