Sendlinger Tor: Brunnen wird komplett saniert

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Demnächst beginnen die Sanierungsarbeiten

München - Fast alle 1100 öffentlichen Brunnen der Stadt sprudeln seit kurzem wieder, nur in der Anlage vor der Matthäuskirche am Sendlinger Tor rührt sich nichts. Dort beginnen im Mai Sanierungsarbeiten.

Der Brunnen hat schon 39 Jahre auf seinen Buckeln. Zwei Jahre lang lagen die 320 gepflasterten Quadratmeter auf dem Trockenen, die Technik wollte einfach nicht mehr. Vor den Olympischen Spielen 1972 wurde das Kunstwerk nach Entwürfen des Bildhauers Heiner Schumann errichtet. Damals schossen die fünf Fontänen, die sich um eine sechste in der Mitte gruppierten, jeweils dreieinhalb Meter in die Höhe, dazwischen gab es fünf kleinere Sprudler. Mit den Jahren ließ der Druck immer weiter nach, vor zehn Jahren konnte man sich von der auf 70 Zentimeter stark verkürzten Wassersäule immerhin noch im Sitzen den Rücken massieren lassen.

Kurioserweise liegt der Defekt an einem Wasserschaden – das Nass drang durch die Oberfläche, weil die Abdichtung der sogenannten Brunnenstube nicht mehr intakt ist. Um diesen Mangel zu beheben und gleichzeitig das ganze Leitungssystem zu erneuern, muss die ganze Hügellandschaft abgetragen werden. Die Maßnahme kostet rund 700 000 Euro.

BW

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Strec

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