Opfer zwischen 75 bis 90 Jahre alt

Senioren-Grapscher (38): Krankenpfleger zu langer Haftstrafe verurteilt 

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Mit einem Aktenordner schützte sich Damian D. beim Prozessauftakt vor neugierigen Blicken. 

Er hat hilflose Seniorinnen in ihren Krankenzimmern aufgesucht und sie dort begrapscht. Am Montag fiel das Urteil gegen den ehemaligen Krankenpfleger Damian D. (38).

München -  Die Richter schicken den Polen für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Damit ist D. des sexuellen Übergriffs in vier Fällen schuldig.

Um seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen, suche der Angeklagte sich „die ältesten und wehrlosesten Opfer, die man überhaupt in der Bevölkerung finden kann“, sagte der Vorsitzende Richter Anton Winkler in seiner Urteilsbegründung. 

Wehrlose Seniorinnen in Silvesternacht missbraucht

Damian D. hatte in der Silvesternacht von 2016 auf 2017 im Klinikum rechts der Isar zwei Patientinnen im Alter von 75 und 85 Jahren begrapscht. Ein paar Monate später, am 14. August 2017, hatte er im Krankenhaus Neuwittelsbach zwei Seniorinnen im Alter von 82 und 90 Jahren ebenfalls mehrfach im Intimbereich berührt. „Schutzlosere Personen kann man sich gar nicht aussuchen“, sagte auch Staatsanwältin Elke Bönisch in ihrem Plädoyer.

Schwiegersohn erkannte den Krankenpfleger wieder

Nach den letzten beiden Taten erkannte ihn der Schwiegersohn einer Patientin, nachdem ihm die Polizei Bilder aus einer Überwachungskamera zeigte. Vier Tage nach der unfassbaren Tat meldete sich ein 51 Jahre alter Diplomkaufmann bei der Polizei und gab an, dass er Damian D. vermutlich identifiziert habe. Er hatte seine Schwiegermutter im Krankenhaus besucht und war dabei, als diese von Polizisten befragt wurde und auch ihr die Bilder aus der Überwachungskamera vorgelegt wurden. Kurze Zeit später erkannte der Schwiegersohn bei einem Spaziergang durch sein Wohnviertel Pfleger Damian D. wieder. Er verfolgte und fotografierte ihn. Wenig später wurde er festgenommen.

Im Prozess gestand Damian D. die Taten. Nach eigenen Aussagen habe er sich nach den Taten vor sich selbst geekelt. Auch das Motiv für seine Handlungen nannte er während des Prozesses. So sei ihm sexueller Kontakt zu gleichaltrigen Frauen stets verwehrt geblieben. Der 38-Jährige habe meist unter Alkoholeinfluss gehandelt. Während seiner Haft will er eine Sexualtherapie machen.

Pfleger unter Mordverdacht

Ein schockierender Fall aus Ottobrunn sorgte Anfang 2018 für Schlagzeilen: Ein Polnischer Pfleger soll neben einem 87-Jährigen aus Ottobrunn weitere Personen ermordet haben. 

Johannes Heininger

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