Acht Fälle mit übler Masche

Senioren-Schreck vor Gericht

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Markus M. muss sich vor Gericht verantworten.

München - Blond, sportlich, freundlich.Wer Markus M. (51) lächeln sieht, denkt nichts Böses. Sein gewinnendes Wesen soll er laut Staatsanwaltschaft aber gezielt eingesetzt haben – um arglose Senioren zu betrügen! Seit Montag wird ihm der Prozess am Landgericht gemacht.

Insgesamt acht Mal sprach M. laut Anklage ältere Männer und Frauen an – an U-Bahnhöfen oder beim Einkaufen. Dann soll er ihnen vorgegaukelt haben, dass sie beide sich doch kennen würden, von früher her. „Er baute intensiven Druck auf seine Opfer auf“, sagt ein Polizist aus. Denn Martin M. forderte sofort Geld von den Senioren, nachdem er ihr Vertrauen gewann. Grund: Er sei er in Not und brauche dringend Hilfe.

Kaum zu glauben: Mit dieser Masche kam er fast immer durch. Wie bei Karl O. (86, Name geändert). Ihn sprach M. laut Anklage auf der Leopoldstraße an – und drängte ihn, in der Giselastraße Geld abzuheben. Mit Erfolg: Der Senior gab ihm 200 Euro und auch seine Telefonnummer. Dreist: Abends soll Martin M. ihn angerufen haben, weil er angeblich weitere 2000 Euro brauche. Das Geld überwies Karl O. aber nicht.

Dasselbe bei Liesel M. (67): Ihr soll M. mit seiner Masche 400 Euro abgeluchst und auch sie später noch angerufen haben. Dabei gab er sich als Polizist aus und sagte der Seniorin, sie müsse sofort 600 Euro bereit stellen, um den Betrüger bei einer fingierten Übergabe zu überführen. Den Umschlag übergab sie tatsächlich – leider dem Betrüger.

Der gestand die Taten. Zur Sache äußert er sich erst am Dienstag. 

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