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Senioren-Schreck von München: Knast für immer?

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München - Immer und immer wieder legte er Senioren rein. Mit einer Mitleidsmasche ergaunerte sich Klaus H. Geld oder Schmuck bei älteren Menschen. Jetzt könnte damit endgültig Schluss ein.

"Man sollte Sie einsperren und den Schlüssel wegschmeißen!" Diesen empörten Ausspruch eines Richters in einem früheren Verfahren hat sich der 52-jährige Klaus H. nicht zu Herzen genommen.

Im Gegenteil: Kaum kommt er aus dem Knast heraus, geht er wieder auf Beutejagd. Wie schon seit 25 Jahren. Er sucht sich in München betagte und hilfsbedürftige Frauen, denen er etwas vorjammert. Etwa: "Haben Sie eine Salbe für meinen schmerzenden Fuß?" Immer wieder gelingt er auf diese Weise in die Wohnung eines Opfers. Dort schnappt er sich Geld und Wertgegenstände, macht sich blitzschnell aus dem Staub.

Jetzt sitzt er wieder auf der Anklagebank. Zwölf Fälle sind angeklagt, doch die Dunkelziffer ist wahrscheinlich viel höher. Auch vor Gericht versucht es der 52-Jährige mit der Mitleidsmasche, jammert über seine schlimme Kindheit.

Doch dieses Mal geht es bei ihm um sehr viel: Neben einer langen Haftstrafe droht ihm jetzt die Sicherungsverwahrung.

Eberhard Unfried

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