Frau verbrennt im Bett - Brandursache geklärt

+

München - Eine tote Frau und rund 200.000 Euro Sachschaden sind die traurige Bilanz eines Brandes in einem Einfamilienhaus an der Frankenwaldstraße (Ramersdorf). Der Hund Nelli konnte gerettet werden.

Laut Feuerwehr war aus noch ungeklärter Ursache am Dienstag gegen 16 Uhr im Erdgeschoss des zweistöckigen Gebäudes der Brand ausgebrochen. Trotz sofort eingeleiteter Rettungs- und Löschversuche durch die Feuerwehr konnte die etwa 75-jährige, gehbehinderte Bewohnerin nur noch tot aus ihrem Bett geborgen werden.

Hund bei Wohnungsbrand gerettet

Hund bei Wohnungsbrand gerettet

Aus noch ungeklärter Ursache brach Feuer aus.

Den zudem in der Wohnung eingeschlossenen Riesenschnauzer-Mischling konnten die Einsatzkräfte aus dem verqualmten Haus retten. Die Hundedame war zunächst leblos mit einer schweren Rauchvergiftung aus dem völlig verrauchten Gebäude gerettet worden. Auf ein Sitzpolster gebettet erhielt das Tier dann 45 Minuten lang Sauerstoff, bis es wieder zu sich kam, die Augen öffnete und sich schließlich, zunehmend munter werdend, sogar aufrichtete. Nelli wurde am Brandort von der Tierrettung übernommen und zur weiteren Versorgung in eine Veterinärpraxis nach Oberhaching transportiert.

Vor Ort wurden die Ermittlungen durch das Kommissariat 13 aufgenommen. Es wurde festgestellt, dass die 75-jährige Verstorbene starke Raucherin war und auch im Bett geraucht hat. Vermutlich ist sie beim Rauchen eingeschlafen, so dass das Bettzeug zu brennen begann. Aufgrund ihres Alters und ihrer Gebrechlichkeit konnte sie das Bett nicht mehr verlassen und verstarb im Bett, aufgrund der starken Verbrennungen.

Die Ermittlungen vor Ort haben keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben. Der ebenfalls im Einfamilienhaus lebende Hund „Nelly“ der Verstorbenen wurde durch die Feuerwehr mit Sauerstoff beatmet und in die Tierklinik verbracht. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 100.000 Euro geschätzt.

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare