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Lizenzentzug für Andechser

KVR-Chef trotz Urteil knallhart: Krätz soll gehen!

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KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle (l.) will, dass Josef Krätz den Andechser am Dom verliert.

München - Geht es nach dem Verwaltungsgericht München, darf Josef Krätz bis auf weiteres seinen Andechser am Dom weiter führen. Doch der Wilfried Blume-Beyerle legt Beschwerde ein.

Geht es nach dem Verwaltungsgericht München, darf der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Promi-Wirt Josef Krätz (59) bis auf weiteres seinen Andechser am Dom weiter führen. So lautet die Eilentscheidung des Gerichtes, das die von Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle verhängte Schließung zum 1. Juni aufhob. Doch der KVR-Chef lässt nicht locker und legt Beschwerde ein und bleibt knallhart!

Sepp Krätz war am 28. März wegen Steuerhinterziehung in 36 Fällen zu einer Bewährungsstrafe von 22 Monaten und einer Geldstrafe von 570.000 Euro verurteilt worden. Am 24. April nahm das KVR Krätz die Konzession für den Andechser am Dom per Sofortvollzug weg, wegen Unzuverlässigkeit. Am 1. Juni sollte der gebürtige Schwabe das Lokal zusperren. Die zweite Konsequenz war, dass am 28. April der Stadtrat Krätz nicht mehr mit seinem Hippodrom für das Oktoberfest zuließ und Siegfried Able mit seinem Marstall-Zelt sein Nachfolger wurde.

Was den Konzessionsentzug für den Andechser betrifft, legte Krätz sofort Widerspruch ein – mit Erfolg. Am Montag lehnte das Verwaltungsgericht München per Eilentscheidung den Sofortvollzug des Konzessionsentzuges ab, sprich: Krätz darf bis zur Hauptentscheidung des Gerichts den Andechser weiter betreiben!

KVR-Chef Blume-Beyerle lässt das aber nicht auf sich sitzen und will diese Eilentscheidung anfechten: „Das KVR wird gegen dien Entscheidung des Verwaltungsgerichtes München vorgehen und Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einlegen.“

Die Begründung: „Der Wirt darf trotz einer erheblichen strafrechtlichen Verurteilung seinen Betrieb so lange weiterführen, bis die Gerichte im Hauptsacheverfahren eine abschließende Entscheidung getroffen haben.“ Die Praxis zeige, dass sich das über Jahre hinziehen könne. Derweil könne Krätz trotz seiner Verurteilung seinen Betrieb ungestört weiterführen. Blume-Beyerle fürchtet: „Im Übrigen hätte er nach Ablauf einiger Jahre vermutlich wieder Anspruch auf Wiedererteilung de Gaststättenkonzession.“

Wie es nun weiter geht mit dem Andechser? Krätz selbst war gestern für die tz nicht erreichbar. Im Kloster Andechs, das das Lokal an Krätz verpachtet hat, hieß es hingegen: „Der Andechser am Dom bleibt über den 1. Juni hinaus geöffnet.“

Johannes Welte

Waldwirtschaft: Alles offen

Krätz ist auch Betreiber der Waldwirtschaft Großhesselohe. Das Landrats­amt, das dort für die Konzession (und einen möglichen Entzug) zuständig ist, hat Krätz am 8. April angehört, aber noch keine Entscheidung getroffen: „Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.“ Es seien noch nicht alle Fakten geprüft.

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