Serien-Sextäter hofft auf milde Richter

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U-Bahnhof Schwanthalerhöhe: Von hier aus schlich der Sex-Verbrecher seinem Opfer nach

München - Ein Serien-Sex-Täter steht an diesem Dienstag vor Gericht. Er hatte eine Studentin im Westend überfallen – und wurde nur einen Tag später beim nächsten Ausraster gefasst.

Wir können uns sicher fühlen in München – so sicher wie in kaum einer anderen Stadt. Aber es gibt sie eben leider auch bei uns, diese menschlichen Zeitbomben, die Frauen den Rest ihres Lebens zur Hölle machen können: Ein Sex-Verbrecher hat eine Studentin überfallen. Die 20-Jährige konnte sich gerade noch retten – weil sie ihrem Peiniger mit aller Kraft in den Finger biss. Diesen Dienstag steht der Täter vor Gericht. Er hofft auf gnädige Richter und eine weitere Therapie. Deshalb sei er „voll geständig“, sagt sein Anwalt Andreas Homut.

Das Protokoll der Schande vom 17. Oktober – es offenbart, wie feige Tiziano L. seinem Opfer auflauerte: Das Westend schläft noch, als Anja (Name geändert) an der Schwanthaler Höhe aus der U-Bahn steigt. Nichtsahnend, dass sie während der Fahrt ins Visier von L. geraten ist. Er folgt ihr bis in die Kazmaierstraße, packt sie von hinten. Hilfeschreie – er presst ihr die Pranken auf die Lippen. Anja beißt zu. Sie rennt um ihr Leben, kann entkommen. Tags darauf liefert sich der gelernte Gastronom quasi selbst ans Messer. L. bricht bei seiner Ex im Westend ein, fordert auch von ihr Sex! Die Frau ruft die Polizei.

Ein DNA-Vergleich entlarvt den 33-jährigen Italiener später als Serientäter. Er war schon vor einigen Jahren zu einer Trieb-Therapie verdonnert worden. Bis er seine Medikamente absetzte – und prompt wieder austickte.

Eberhard Unfried

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