Serien-Sextäter verurteilt

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17 Frauen hat der Serien-Sextäter nachts verfolgt und von hinten angegriffen.

München - Fünf Jahre lang ging Pavo P. nachts auf die Jagd nach Frauen. Fünf Jahre lang hielt er die Polizei in Atem, die nur ein Phantombild von ihm hatte. Jetzt wurde der 41-jährige Sexverbrecher verurteilt.

Das Urteil: Sechs Jahre Gefängnis!

Mindestens 17 Opfer hatte Pavo P. mit seinen hinterhältigen Sex-Attacken traumatisiert. Vier hatte er im juristischen Sinne vergewaltigt. Das alles hatte der gebürtige Kroate im Prozess vor der dritten Strafkammer zugegeben. Wegen eindeutiger DNA-Spuren, so Staatsanwalt Markus Michl, „hätten wir auch ohne Geständnis locker den Tatnachweis führen können“.

Professor Norbert Nedopil, der psychiatriche Gutachter, verglich dem Angeklagen „mit einem Jäger, der Beute machen will“. Diese Art von Jagd nenne man auch „Predatory Stalking“ – der Angeklagte habe sich bei seinen Taten „wie ein Raubtier“ verhalten. Dabei sei es Pavo P. weniger um die sexuelle Begierde gegangen. „Es kam ihm darauf an, die Frauen zu beherrschen, zu demütigen“, so Nedopil. Die Prognose? Ohne Behandlung sei die Rückfallgefahr groß, meint der Gutachter. Denn: „Es ist ein eingeschliffenes Verhalten geworden mit zunehmender Intensität.“

Staatsanwalt Michl forderte sieben Jahre Haft: „Er hat den Frauen ganz übles Leid zugefügt.“ Auch Verteidiger Raimund Förschner sagt: „Für die Opfer war es sehr schrecklich.“

Das Gericht beließ es bei sechs Jahren Haft. Ohne Geständnis hätte der Angeklagte eine um ein Drittel längere Haftstrafe bekommen, betonte Vorsitzender Richter Anton Winkler. Er riet Pavo P.: „Nutzen Sie die Zeit für eine Therapie!“ P. nahm das Urteil an.

Eberhard Unfried

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