Serienschaden bei der neuen Tram

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Die neue Variobahn hat einen Serienschaden

München - Die Variobahn kommt nicht in Fahrt. Nach mehr als eineinhalb Jahren Hin und Her sind die neuen Tramzüge seit ein paar Monaten auf den Münchner Straßen unterwegs. Doch schon gibt es wieder Probleme.

Bei der Variobahn gibt es einen Serienschaden an den Rädern. Schuld ist der Gummikörper zwischen Radreifen und Radscheibe. Dieser weist bei den neuen Tramzügen feine Risse auf und muss sofort ausgetauscht werden. Betroffen sind bisher neun von elf Variobahn-Zügen – drei waren schon in der Werkstatt. Völlig unklar ist laut Herstellerfirma Stadler die Ursache der Rissbildung, die bei Variobahn-Betrieben in anderen Städten ebenfalls aufgetreten ist.

Nach Angaben der MVG soll der Austausch der beschädigten Gummibauteile mehrere Wochen dauern. Während dieser Zeit kommt es zu Ausfällen im Linienbetrieb. Gestern war im Frühverkehr bereits die Linie 21 betroffen.

MVG-Chef Herbert König ist sauer über die erneuten Probleme: „Wir sind bestürzt, dass es bei den nagelneuen Zügen der Firma Stadler bereits Schäden gibt, die uns zwingen, teure Fahrzeuge aus dem Betrieb zu nehmen. Stadler steht in der Pflicht, schnellstmöglich Antworten zu liefern.“

Bereits in der Vergangenheit hat es Probleme mit den Zügen des Typs Variobahn gegeben. Wegen fehlender Sicherheitsnachweise war die Zulassung verweigert worden. Die Züge fahren bis heute nur mit einer Erlaubnis zur „vorläufigen Inbetriebnahme“. Die MVG hat 14 Variobahnen für jeweils drei Millionen Euro gekauft.

tz

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