Serienunfall auf der A 92: Verletzte Schwangere bringt Kind zur Welt

Oberschleißheim - Die Hochschwangere, die bei dem Massenunfall auf der A 92 bei Oberschleißheim schwer verletzt worden ist, hat ihr Kind gesund zur Welt gebracht.

Die Mutter aus Gröbenzell (Landkreis Fürstenfeldbruck) und Kind sind außer Lebensgefahr. Wie ein Sprecher der Verkehrspolizeiinspektion Freising auf Anfrage bestätigt, kam das Baby in der Nacht von Sonntag auf Montag im Klinikum Großhadern zur Welt. Der Säugling - die Polizei macht keine Angaben zum Geschlecht - hat Verletzungen am Kopf davongetragen und muss daher unter Beobachtung bleiben. Das Kind ist aber nicht in Lebensgefahr, so die Polizei.

Neun Fahrzeuge waren insgesamt in den Unfall verwickelt. Neben der Schwangeren wurden fünf weitere Unfallopfer verletzt, eine Frau schwer. Gesamtschaden rund 130 000 Euro. Mittlerweile hat die Polizei den Unfallhergang rekonstruiert. Ein 46-Jähriger aus dem Landkreis Freising war mit seinem Wagen auf der nach einem Graupelschauer glatten Fahrbahn ins Schleudern gekommen, in die Mittelleitplanke geprallt und quer auf der Überholspur liegen geblieben. Ein Ingenieur (42) aus Gröbenzell konnte nicht mehr ausweichen und rammte mit seinem Mercedes den querstehenden Wagen.

Dabei wurde seine schwangere Frau so schwer verletzt, dass sie ein Rettungshubschrauber ins Krankenhaus flog. Auch die Beifahrerin des Freisingers zog sich schwere Verletzungen zu. In die Unfallstelle krachte ein Münchner (44), sein Wagen überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Eine 20-Jährige aus dem Landkreis Dachau konnte gerade noch nach rechts in den Grünstreifen ausweichen.

Im Rückstau kam es zu weiteren Unfällen mit vier Fahrzeugen. Die Feuerwehr Oberschleißheim befreite die Beifahrerin des Freisingers aus dem Fahrzeugwrack. Auch die Feuerwehren Badersfeld und Unterschleißheim waren im Einsatz. Die A 92 Richtung Deggendorf war von 14.10 Uhr bis gegen 19.15 Uhr gesperrt.

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