Er saß schon acht Jahre im Knast

Sex-Attacke in Disco: Griff er erneut eine Frau an?

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Mohamed B. (versteckt hinter Papier) saß schon wegen Vergewaltigung im Knast.

München - Er saß bereits acht Jahre im Knast. Im März 2014 kam der heute 30-Jährige frei - und soll nur Monate später mutmaßlich wieder eine Frau attackiert haben.

Hat er nichts gelernt aus der Vergangenheit? Acht Jahre lang saß Mohamed B. (30) bereits im Gefängnis, weil er eine Frau in einer Disco vergewaltigt hatte. Im März 2014 kam er frei. Nur fünf Monate später griff er mutmaßlich schon wieder eine Frau an!

Am 16. August soll der Anlagenmechaniker in der Disco Backstage versucht haben, Sonja A. (20, Name geändert) zu vergewaltigen. Sie aber wehrte sich – und erzählte nun vor Gericht tapfer von ihrem Martyrium.

„Er hat mich schon den ganzen Abend beobachtet“, sagt sie aus. „Er wollte mit mir tanzen, aber ich wollte nicht. Dann sagte er ganz komisch: ‚Ich habe dich im Auge.‘ Meine Freundin hat gesagt, ich solle lieber aufpassen. Denn der Typ wirkte sehr angetrunken.“ Die Frauen beschließen, lieber heimzugehen. „Ich musste nur noch kurz zur Toi­lette“, sagt Sonja A. Dort soll Mohamed B. sie aber abgepasst haben, als sie aus einer Kabine heraustreten will. „Ich habe die Tür aufgemacht, da hat er mich schon reingezogen in die Toilette“, sagt sie. „Er hat mich am Hals gepackt und gesagt, ich soll meine Hose ausziehen.“ Als sie schreien will, soll B. ihr laut Anklage den Mund zugehalten, sie gewürgt und die Kabine von innen verschlossen haben. „Ich kriegte keine Luft und konnte nicht schreien“, sagt sie. Danach soll B. sie ins Gesicht geschlagen haben, um Sex zu erzwingen. Sonja A. wehrt sich – trotz heftigen Nasenblutens. Als B. seine Hose herunterlässt, tritt sie mit aller Kraft nach vorn, wie sie erzählt – so fest, dass die Klotür herausbricht. „Dann rannte ich raus“, sagt sie.

Mohamed B. kann sich angeblich nicht mehr genau erinnern, was am Tattag zwischen 3 und 5 Uhr nachts passierte. „Ich weiß nur, dass ich der Dame an den Hals gedrückt habe. Sie hat gesagt, es tut ihr weh. Da habe ich losgelassen. Ich war geschockt.“

Sicherheitsleute drücken ihn zu Boden, rufen die Polizei. Seither sitzt B. in U-Haft. „Das war die schlimmste Zeit meines Lebens“, sagt er. „Ich habe mir im Gefängnis viele Gedanken gemacht.“ Im Falle einer Verurteilung wird Mohamed B. weitere Jahre einsitzen müssen.  

Andreas Thieme

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