Französin vergewaltigt

Sex-Attacke: Täter stellt sich

München - Als er sein eigenes Bild in sämtlichen Zeitungen und Internet-Plattformen sah, wusste er, das es vorbei ist: Der mutmaßliche Sendlinger Vergewaltiger hat sich der Polizei gestellt.

Drei Wochen nach dem extrem brutalen Überfall auf eine Studentin (29) auf dem Heimweg von der U-Bahn-Haltestelle Aidenbachstraße stellte sich ein Mann in Begleitung seines Anwalts. Es handelt sich um einen 26-Jährigen. Er lebte zuletzt in einem der neuen Bundesländer und war Anfang Mai zu Besuch in München. Nun sitzt er in U-Haft – der Vorwurf: Vergewaltigung. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe, im Höchstfalle bis zu 15 Jahren.

Kurz nach 5 Uhr in der Früh kam die in München lebende, französische Studentin am Morgen des 10. Mai mit der U3 am U-Bahnhof Aidenbachstraße an. Zu ihrem Wohnhaus in der Murnauer Straße (Mittersendling) sind es nur ein paar Minuten zu Fuß. Offenbar hatte der spätere Täter sie da bereits im Auge. Denn die Überwachungskameras im U-Bahnhof lieferten der Polizei später sehr gute Bilder. Schon nach kurzer Zeit bemerkte die junge Frau, dass ihr ein Mann folgte. Auf Höhe des Pfaffenwinkels wurde sie ganz plötzlich von hinten attackiert. Das soll der 26-Jährige gewesen sein. Der Mann griff der Studentin in die Haare und schlug ihren Kopf hart an die Stange eines Verkehrszeichens. Die Frau stürzte auf die Knie, blieb aber glücklicherweise bei Bewusstsein. Der Täter griff ihr so brutal in den Intimbereich, dass sie eine blutende Wunde erlitt. Die Studentin wehrte sich nach Kräften und schrie so laut sie konnte. Da ließ der Mann endlich von ihr ab und floh. Auf den U-Bahn-Bildern erkannte das Opfer den Täter wieder. Am vergangenen Freitag veröffentlichte die Polizei das Foto des Täters. Daraufhin meldeten sich mehrere Zeugen, die den Mann kennen und auch ein Anwalt, der den 26-Jährigen nun vertritt.

Am Montag kamen beide zum Kommissariat 15 für Sexualdelikte. Antworten sind vorerst von ihm nicht zu erwarten. Der 26-Jährige sitzt in Stadelheim und schweigt.

Dorita Plange

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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