Er war suspendiert worden

Ex-Messe-Boss will 750.000 Euro trotz Sex-Mobbing

München - Der Ex-Geschäftsführer der Messe München wurde suspendiert, nachdem er zwei Mitarbeiterinnen mit Sex-Mobbing belästigt haben soll. Jetzt fordert er eine Abfindung von mehr als 750.000 Euro!

Der Ex-Geschäftsführer der Messe München soll zwei Mitarbeiterinnen mit Sex-Mobbing belästigt haben, fünfmal wurde er dafür abgemahnt und im März suspendiert. Jetzt fordert er nach tz-Informationen eine Abfindung von mehr als 750 000 Euro! Und die Spitzenkraft geht nach Informationen aus Messe-Kreisen sogar davon aus, dass sein Vertrag verlängert wird …

Offiziell läuft der Vertrag noch bis 2014. Gekündigt wurde er nicht. OB Christian Ude (SPD) sagte im März im Stadtrat, dass er für diese Forderung keine Mehrheit im Gesellschafterkreis aus Freistaat, Handwerkskammer sowie Industrie- und Handelskammer bekommen habe. Stattdessen gab es Abmahnungen und jetzt folgt möglicherweise ein goldener Handschlag. Das Finanzministerium hatte der tz mitgeteilt, dass Verhandlungen folgen würden. Die Rathaus-Grünen fragten offiziell nach dem Stand der Dinge. Ude hatte den Skandal vor dem Stadtrat benannt als „den unerfreulichsten Vorgang, den ich bei der Messe erlebt habe“.

Eine Kommission habe nach den Sex-Vorwürfen im Sommer vergangenen Jahres eine „Vielzahl von Vorfällen“ festgestellt – schwere verbale Entgleisungen und Tätlichkeiten gegen die Frau, „die erschüttern und ratlos machen“.

Die Experten hätten der Mitarbeiterin ausdrücklich Glaubwürdigkeit bescheinigt. Sie räumte ihren Arbeitsplatz. Ihre Abfindung soll bei rund 20 000 Euro gelegen haben.

DAC

Rubriklistenbild: © mzv-mm

auch interessant

Meistgelesen

Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich
Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion