Sex-Täter mit Ninja-Maske

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Weiß angeblich nichts mehr: Patrick S.

München - Das Bedürfnis, eine Frau zu vergewaltigen, hat ihn plötzlich übermannt: Patrick S. maskierte sich mit einer Ninja-Maske, schlug seinen Nachbarn k.o. und suchte dessen Freundin.

Patrick S. (26) sagt vor Gericht: „Ich weiß nicht, was richtiger Sex ist.“ Am Abend des 16. Dezember 2009 wollte er es wissen: Maskiert mit einer Ninja-Maske klingelte er bei einem Nachbarn. Als der Mann öffnete, schlug er die mit brutalster Gewalt nieder. Dann durchstöberte er dessen Wohnung, um die vermeintliche Lebensgefährtin zu finden.

In seinem Nachbarhaus in der Senftenauer Straße (Laim) hatte der Lagerist beobachtet, wie eine junge Frau ein- und ausging. Diese wollte er vergewaltigen, wie er später gestand. Neben seiner Maskierung nahm er Klebeband und eine Taschenlampe mit. Der Täter klingelte bei Muhammed A., der ahnungslos öffnete. Er schlug seinem Opfer mit brachialer Gewalt ins Gesicht. „Der Schlag traf den Geschädigten mit derartiger Wucht, dass er sofort vier obere Schneidezähne verlor, mehrere Zähne wackelten und die Unterlippe aufplatzte“, heißt es in der Anklage. Der Täter verriegelte die Tür durchsuchte er die ganze Wohnung, vor allem das Schlafzimmer. Vergeblich. Inzwischen konnte sich Muhammed A. aufrappeln und eine Nachbarin alarmieren. Patrick S. wurde noch am Tatort festgenommen. Auf seinem Computer fand die Polizei noch jede Menge widerlicher Kinderpornos.

Der wegen versuchter Vergewaltigung angeklagte Täter (Verteidiger Peter Guttmann) behauptet, sich an nichts erinnern zu können. Er habe zuvor einen Cocktail aus Tabletten und Schnaps zu sich genommen: „Das gab einen Kick.“ Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt.

Von E. Unfried

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