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Wieder drei Jahre Knast

Sextäter bricht Fußfessel auf und flüchtet

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Für die nächsten drei Jahre eingesperrt: Serien-Täter- Hans-Dieter F.

München - Hans-Dieter F. (58) ist ein gefährlicher Sex-Verbrecher. Viele Jahrzehnte verbrachte er im Knast. Im August 2013 entledigte er sich seiner Fußfessel. Dafür landet er nun wieder hinter Gittern.

Er ist ein gefährlicher Sex-Verbrecher, ein brutaler Räuber. Allein 20 Jahre saß Hans-Dieter F. (58) im Straubinger Hochsicherheitsknast, zuletzt sogar in Sicherungsverwahrung. Unter strengen Auflagen kam er 2013 wieder frei, ihm wurde die elektronische Fußfessel angelegt. Doch die Chance, ein normales Leben führen zu können, hat er jetzt vertan: Er stahl einen Batzen Geld, zwickte die Fußfessel ab und setzte sich in den ICE nach Bremen, obwohl er München nicht hätte verlassen dürfen! Der Amtsrichter schickte ihn am Dienstag wieder für drei Jahre hinter Gitter.

„Ich wollte nur raus aus München“, beteuerte Hans- Dieter F. Staatsanwältin Rebecca Hupke hielt ihm vor: „Es gibt Leute, die sind von Beruf Straftäter. Ein solches Exemplar sitzt hier.“

Die AWO gab Hans-Dieter F. in München eine Unterkunft

Seit einer brutalen Vergewaltigung in Stuttgart im Jahr 1977 hat der Serien-Straftäter die Knastmauern meist nur von innen gesehen. Wurde er mal entlassen, reiste er durch die Republik, um erneut zu betrügen, zu stehlen oder zu rauben. 1991 folgte wieder ein brutales Verbrechen in Stuttgart: Er schlug eine Frau nieder, versuchte sie zu vergewaltigen, raubte sie aus. Diesmal gab es Sicherungsverwahrung!

Nach seiner Entlassung 2012 kam er in München in das HEADS-Programm (Abkürzung für Haft-Entlassenen-Auskunfts-Datei- Sexualstraftäter), seither musste er die elektronische Fußfessel tragen. Die AWO gab ihm eine Unterkunft, er erhielt eine engmaschige Betreuung. Dann stahl er einer Frau Schmuck für über 3000 Euro. Wieder Knast – bis Februar 2013.

"Kommt er raus, geht das Spiel von vorne los"

Der Täter räumte im Spielcenter die Kasse leer, dann zwickte er seine Elektronische Fußfessel auf und ergriff im Zug die Flucht.

Hans-Dieter F. erhielt daraufhin einen Job in einem Spielcenter in der Karlstraße. Obwohl dies seine Betreuer nicht gerne sahen, schien alles gut zu laufen. Bis zum 17. August: In der Nacht stahl er an seinem Arbeitsplatz 4800 Euro, mit einem Seitenschneider zwickte er seine Fußfessel ab und stieg in den ICE nach Bremen. Weil die Behörden blitzschnell reagierten, kam er nur bis Hannover. Dort holten ihn Bundespolizisten aus dem Zug: Haftbefehl!

„Kommt er raus, geht das Spiel von vorne los“, prophezeit die Staatsanwältin im Plädoyer und fordert drei Jahre und zehn Monate. Urteil: Drei Jahre Knast! Hans- Dieter F. wütend: „Ich werde Rechtsmittel einlegen!“

Eberhard Unfried

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