Sextäter verfolgt Fernseh-Star bis ins Haus!

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Die Münchner Schauspielerin Birgit Wolf wurde von einem Exhibitionisten belästigt. Nun ist sie verunsichert, aber auch gerüstet.

München - Die Schaupielerin Birgit Wolf (GZSZ, Sturm der Liebe) kam vom Sport, schloss die Haustür auf und dachte sich nichts dabei, als ihr ein Mann ins Wohnhaus folgte. Doch als sie sich umdrehte, traf sie ein Schock.

Sie ist wahrlich kein ängstlicher Typ und kann sich notfalls energisch und selbstbewusst wehren. Dieses letzte Ereignis jedoch lässt sich nicht so ohne Weiteres verdrängen. Und weil das jeder Frau passieren kann und vielen auch schon passiert ist, hat sich die Münchner Schauspielerin Birgit Wolf (Rosenheim-Cops, Gute Zeiten – Schlechte Zeiten, Sturm der Liebe, Unter Verdacht) entschlossen, völlig offen mit diesem Thema umzugehen.

Birgit Wolf (55) lebt in der Nähe des Bogenhausener Krankenhauses und geht oft zum Joggen oder Walken in den Herzogpark. Das tat sie auch am vergangenen Donnerstag. Es war dunkel, als sie gegen 19.40 Uhr wieder heimkam. „Ich schloss die Tür auf und ging in den Hausflur. Hinter mir betrat ein Mann in Jeans und Jacke das Haus. Eine alltägliche Situation, ich habe mir nichts dabei gedacht.“

Birgit Wolf lief die Treppen hinauf. Erster Stock, zweiter Stock. Der Typ immer dicht hinter ihr. „Ich dachte mir, zu wem der wohl will, und drehte mich um.“ Der Anblick ließ sie erstarren. Er hatte schon die Hose geöffnet, schaute ihr ­provozierend in die Augen und onanierte dabei. Ein Exhibitionist, ein Triebtäter. Ein unangenehmer Typ mit grauen Glotzaugen, gelbbräunlichem, blassen Gesicht, ungefähr 30 Jahre alt, athletischer Figur, eventuell Slawe.

Intuitiv widerstand sie dem ersten Impuls, in ihre Wohnung zu flüchten: „Mein Mann war nicht da. Ich hatte Angst, der Täter würde mir folgen und mich mit Gewalt in die Wohnung stoßen – dann wäre ich ihm ausgeliefert gewesen.“ Also klingelte sie Sturm bei einer Nachbarin, die glücklicherweise daheim war und nach kurzer Zeit öffnete. Da floh der Täter sofort.

Birgit Wolf rief die Polizei, die eine Sofortfahndung auslöste – leider ohne Erfolg. In den Tagen danach versuchte die Schauspielerin, die gerade an einem Solo-Bühnenprogramm fürs nächste Jahr arbeitet, das unangenehme Erlebnis zu verdrängen. So ganz ist ihr das nicht gelungen: „Ich erwische mich dabei, dass ich mich an der Haustür jetzt ständig umdrehe. Es hat mich irgendwie doch verunsichert.“

Zum Walken geht sie trotzdem wieder – jetzt erst recht: „Ich lass mir doch von so einem Typen nicht den Alltag diktieren.“ Allerdings hat sie jetzt immer ihr Reizgas dabei: „Das hat mir die Polizei empfohlen, und mein Mann hat es mir besorgt. Damit fühle ich mich gleich viel sicherer.“

Die Wirkung hat sie auch schon ausprobiert. „Am Sonntag in der Küche habe ich ein bisschen davon ins Spülbecken gesprüht. Mein Mann und ich haben heftigst gehustet. Das wirkt also!“

Wie gesagt: eine mutige Frau.

Dorit Plange

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