Shocking Shorts Award: Stars unter Strom

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Der Sieger des Wettbewerbs, Erwin Häcker, auf einem nachgebauten Elektischem Stuhl

München - Zum 13. Mal vergab der Sender 13th Street am Dienstagabend seinen Shocking Shorts Award für den nervenaufreibendsten Kurzfilm, und wie immer in einer außergewöhnlichen Location.

Wenn die Toilette Entladestation heißt, die Filme im Starkstromzimmer gezeigt werden und 600 Gäste neben Hugo aus der Flasche Jägermeister mit Ginger Beer und Leuchtstrohhalm trinken, dann ist das eine der mittlerweile legendärsten Partys des Filmfests. Zum 13. Mal vergab der Sender 13th Street am Dienstagabend seinen Shocking Shorts Award für den nervenaufreibendsten Kurzfilm, und wie immer in einer außergewöhnlichen Location. Die Horrorfans strömten ins historische Tivoli Kraftwerk im Englischen Garten, um sich im Ziegelbau zu amüsieren und – klar – zu gruseln.

Was am besten mit dem Gewinner-Kurzfilm Souterrain von Erwin ­Häcker gelang, in dem ein Einbrecher im Haus einer fremden Frau bemerkt, dass er nicht der einzige ungebetene Gast ist. Zwei Wochen darf Häcker dafür in den Universal-Pictures-Studios in Los Angeles Hollywooderfahrung sammeln – „ein Traum“.

Und das, obwohl ausgerechnet bei der Ehrung seines Films nichts zu hören war. Laudator Dr. ­Dieter Wedel nahm’s gelassen, den Regiemeister kann so schnell nichts mehr schocken. „Außer Dummheit, Kleingeistigkeit, Enge und Spießbürgerlichkeit“, sagte er, nachdem er wiederholt auf seine Dreiecksbeziehung in neuer Konstellation angesprochen wurde.

Bei David Kross ist es vor allem der Gang über den roten Teppich, der ihm manchmal noch den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Wogegen den 22-jährigen Hollywoodstar Filmdrehs mit Kate Winslet (Der Vorleser) oder Steven Spielberg (Die Gefährten) eher in eine „gesunde Aufregung“ versetzen. Beim Bestsellerautor ­Sebastian Fitzek darf es gerne mal die volle Dröhnung an Spannung sein. „Da kann ich meine dunkle Seite und meine Ängste ausleben und danach ruhig schlafen“, sagte er über seine Thriller. Eine Sache gibt es aber, die ihm zumindest bis zum Herbst noch schlaflose Nächte bereitet: Dann soll die Verfilmung seines Buches Das Kind in die Kinos kommen: „Ein Independent-Film, den ich mit 20 Freunden und Bekannten selber gestemmt habe.“ U.a. mit dabei: Ben Becker und Julia ­Roberts’ Bruder Eric.

Ein Stoff, der ­Dominique ­Horwitz, der mit Fitzek in der Jury saß, zu hart sein dürfte. „Ich habe ein sensibles Gemüt und vertrage keine Brutalität, Gewalt und zu hohe Spannung. Shining habe ich mir noch nie bis zum Ende angeschaut.“ Wogegen Christian Berkel, der die Preisverleihung moderierte, den Klassiker mindestens zwölf Mal gesehen hat. Seine persönliche Horrorvorstellung: „Todesangst. Und die bedeutet für mich die Angst, zu versagen und nicht wahrgenommen zu werden.“ Brrr !!!

Unter den Gästen waren u.a.: Gastgeberin Katharina Behrends (Geschäftsführerin Universal Deutschland), Adrenalin-Junkie und Horror-Fan Sara Nuru; Produzent Quirin Berg, dessen Thriller Bissige Hunde auf dem Filmfest einen Sonderpreis bekam; sein Partner Max Wiedemann; die Jury-Mitglieder Esther Schweins, Mirjam Weichselbraun, Marcus Ammon (Sky) und ­Jonathan Bennett (Programmchef Universal Networks), Michaela May und Bernd Schadewald, Hannes ­Jaenicke, Max von Thun, Marco ­Kreuzpaintner, Marcus Schenkenberg und Eva Habermann.

AC

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