Im Schnitt wird 18 Mal pro Jahr bestellt

Shopping-Studie zeigt: So kauft München ein

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Adriana Sippgrießel.

München - Eine neue Studie, die der Handelsverband Bayern (HBE) in Auftrag gegeben hat, zeigt jetzt, wie die Bayern online und offline einkaufen.

Spielsachen, Bücher, Kleidung oder Unterhaltungselektronik besorgen sich die Bayern oft mit einem Klick im Internet. 18 mal im Jahr kaufen wir im Schnitt online ein. Eine neue Studie, die der Handelsverband Bayern (HBE) in Auftrag gegeben hat, zeigt jetzt, wie die Bayern online und offline einkaufen.

20 Prozent der Umsätze werden im Internet gemacht. Dabei würden die Bayern gerne mehr in lokalen Geschäften einkaufen. Denn der Aussage „Wenn ich online nach Geschäften meines Wohnortes suche, finde ich meist etwas Passendes“ stimmten nur 28,5 Prozent zu. Immerhin geben 46 Prozent der 200 Befragten an, dass sie so viel wie möglich in Geschäften in ihrem Wohnort kaufen. Im Gegensatz zum Rest von Deutschland, lassen sich nur wenige Bayern erst im Geschäft beraten, um dann im Internet einzukaufen. Beratungsklau nennt man das – und gerade mal 4,3 Prozent der Bayern machen das.

Um gegen große Ketten und den Onlinehandel anzukommen, haben sich jüngst Hirmer, Sport Schuster, Kustermann, Bettenrid und Kaut-Bullinger unter dem Namen „Münchens erste Häuser“ zusammengeschlossen.

Schon jetzt hat München Käufer aus dem Umland an das Internet verloren. „Wir im Handel sind gezwungen, auf das Verhalten der Verbraucher zu reagieren“, sagt HBE-Präsident Ernst Läuger. „Der Onlineeinkauf wird nicht nur den Handeln, sondern auch die Städte verändern.“

Die Hälfte kaufe ich im Geschäft

Adriana Sippgrießel (27), Trier: "Ich bin zum Shoppen in München. Wenn ich was im Geschäft sehe, kaufe ich es und gucke nicht, ob es das im Internet billiger gibt. Seit ich arbeite, kaufe ich aber mehr online ein – etwa die Hälfte von meinem ganzen Konsum."

Schuhe shoppen im Internet

Henry Werner (21), Soldat: "Ich habe mir bei Abercrombie & Fitch einen Duft gekauft, den ich oft im Laden gerochen habe. Jetzt bin ich spontan rein. Ich gehe gerne in die Innenstadt, nur Schuhe kaufe ich online. Bei Schuhgröße 48 gucke ich lieber im Internet – wegen der größeren Auswahl."

Erst im Netz, dann im Laden

Katharina Frantzen (52), Gewürze der Welt (Rosenthal): "Fünf Jahre gab’s uns nur im Internet. Im September haben wir den ersten Laden eröffnet. Durch die Dosen kann man riechen. Wir haben Gewürze ausliegen und Dips zum probieren. Da macht das Einkaufen viel mehr Spaß."

Wir zeigen, wie es richtig geht

Helga Stark (63), Wollkorb (Sendlinger Str. 62): "Wieman eine Sockenferse strickt, zeige ich gerne und gebe Tipps, da müssen’S auf Youtube lange suchen. Wir haben über 3600 Farben, deren Nuancen Sie am Computer nicht vergleichen können und die Sie fühlen müssen."

Jasmin Menrad

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