Prognose: Sibirischer Winter kehrt nicht zurück

München - Tagsüber Minusgrade im zweistelligen Bereich, Dauerfrost über Wochen – was war das für ein Sibirien-Winter! Doch keine Sorge: Ein Meteorologe kann Entwarnung geben.

Karsten Brandt vom Wetterdienst donnerwetter.de kann – zumindest für die Temperaturen – Entwarnung geben: „Der Frühling wird insgesamt wieder normaler. Und München hat im deutschlandweiten Vergleich Glück.“

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Er hat schon jetzt exklusiv für die tz die Frühjahrsprognose für München erstellt. In den kommenden Wochen müssen wir demnach noch ein wenig durchhalten. „Am Wochenende wird das Thermometer zwar aufgrund milder Atlantikluft auf bis zu zehn Grad steigen – das gibt nach Nebelauflösung bestes Bergwetter“, sagt Brandt. Dann Mitte nächster Woche aber sinken die Temperaturen wieder bis auf den Gefrierpunkt.

Ab dem 24. Januar aber gibt’s fast nur noch milde Temperaturen, der Dauerfrost ist passé. „Dieses Frühjahr wird zwar recht wechselhaft, auch mit einigen Niederschlägen – das ist aber gewöhnlich. Im Vergleich zum Wetter in großen Teilen Deutschlands wird es in ­München insgesamt trockener und wärmer.“

Nur Ende Februar, Anfang März droht uns noch ein richtiger Einbruch. „Ich rechne für München im Frühjahr mit insgesamt etwa 15 Tagen, an denen eine dünne Schneedecke liegt – ein Großteil davon in dieser Phase“, sagt Brandt. Der große Schnee käme aber heuer wohl nicht mehr. Nach dem Winter-Intermezzo kommt dann voraussichtlich gleich die Belohnung: In der zweiten März-Woche schießt das Quecksilber auf über zehn Grad hinauf – dann ist der Frühling in seiner vollen Pracht da! Wie es aussieht, bleibt er dann auch …

Für die Langzeitprognose verwendet der Wetterdienst unterschiedlichste Daten, mit denen er den Computer speist: die Werte der vergangenen Wochen sowie unterschiedlichste Daten aus den vergangenen 50 Jahren wie zum Beispiel die Veränderung der Wassertemperaturen der großen Meeresströme. Karsten Brandt: „Ganz lässt sich die Temperatur nicht in die Karten schauen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Ergebnisse zutreffen, liegt immerhin bei etwa 70 Prozent.“

Nina Bautz

Rubriklistenbild: © dpa

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