1. tz
  2. München
  3. Stadt

An diesen fünf Straßen testet die Stadt jetzt sicherere Fahrradwege

Erstellt:

Von: Marc Kniepkamp

Kommentare

Eine Protected Bike Lanes“ im Bergmannkiez in Berlin.
In anderen deutschen Städten wie Berlin werden „Protected Bike Lanes“ getestet. © A.Friedrichs/Imago

Fahrradfahrer gelten noch immer als besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer. Als ein Grund dafür wird häufig die fehlende bauliche Trennung zwischen der Fahrbahn und dem Radweg angeführt. Die Stadt München will jetzt testen, was solche geschützten Radwege bringen - und das an fünf Standorten im Stadtgebiet.

Das Radfahren in München soll ein Stück sicherer werden. Die Stadt testet jetzt an fünf Orten geschützte Radstreifen, bei denen der Fahrradverkehr baulich vom Autoverkehr getrennt wird. Dadurch soll es für Autofahrer nicht mehr so leicht möglich sein, über den Fahrradweg zu fahren oder gar dort zu parken. „Auf geschützten Radfahrstreifen fühlen sich viele Radfahrende deutlich sicherer“, konstatiert Mobilitätsreferent Georg Dunkel.

Physische Trennung von der Fahrbahn soll mehr Sicherheit bringen

Die Stadt testet an den fünf Standorten jetzt unterschiedliche Trennelemente auf ihre Alltagstauglichkeit – Schwellen, Poller und andere Trennelemente sollen dabei zum Einsatz kommen. „Damit gewinnen wir wichtige Erkenntnisse, welche Elemente wir in Zukunft bei Bedarf dauerhaft einsetzen können“, hofft Dunkel.

Die betroffenen Abschnitte sind die Domagkstraße West zwischen Hans-Döllgast-Straße und Haltestelle Domagkstraße sowie die Domagkstraße Ost zwischen Haltestelle Domagkstraße und Alfred-Arndt-Straße. Zudem bekommen die Brienner Straße zwischen Karolinenplatz und Arcisstraße, die Plinganserstraße zwischen Dudenstraße und Harras sowie die Kapuzinerstraße zwischen Pestalozzi- und Thalkirchner Straße Trennelemente zur Probe.

Versuch soll zeigen, welche Elemente im Dauereinsatz am besten funktionieren

Bis Mitte Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, der Verkehrsversuch läuft ein Jahr lang. Bei dem Test geht es nicht nur darum, wie gut die Trennelemente die Radfahrer schützen, sondern auch um Fragen der Haltbarkeit, der Witterungsbeständigkeit, der Sichtbarkeit und auch der Entwässerung der Fahrbahn. „Auf fünf Abschnitten testen wir sukzessive verschiedene Arten von Protected Bike Lanes und entscheiden dann, wo wir welche Art von Schutzelementen weiter einsetzen“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Reiter das Vorgehen. Danach soll entschieden werden, welche Elemente in Zukunft dauerhaft zum Einsatz kommen sollen.

Auch interessant

Kommentare