Sicherheit am Bahnsteig: MVG führt Tests durch

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Für Blinde lauern am Bahnsteig Gefahren

München - Endlich bewegt sich was bei der Sicherung der U-Bahnsteige! Die MVG plant Maßnahmen, die Fahrgäste vor Stürzen ins Gleis bewahren sollen.

In einem Pilotprojekt will die MVG die Gleise an zwei Stationen mit Kameras und automatischer Bildanalyse überwachen. Fällt ein Mensch ins Gleis, sollen einfahrende Züge automatisch gebremst werden, wie Betriebsleiter Michael Richarz bei einer Podiumsdiskussion des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes sagte. Das freut CSU-Stadtrat Georg Kronawitter. Er kämpft seit Jahren für mehr Sicherheit an Bahnsteigen.

Außerdem testet die MVG, wie die Räume zwischen U-Bahn-Wägen gesichert werden können. In der Vergangenheit verwechselten Blinde die Abstände immer wieder mit Türen und stürzten ins Gleis. An dem schmalen Spalt zwischen den beiden Teilen eines Doppeltriebwagens könnten Gummibänder helfen. Für den Bereich zwischen zwei Doppeltriebwagen kommt nur eine elektronische Überwachung, etwa mit Infrarot, in Frage. Die Wägen müssen oft schnell getrennt werden. Alle Systeme brauchen vor den Tests aber noch eine Zulassung.

Bea

Streifzug durch den Münchner Untergrund

Strec

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