SiKo: Teilnehmer aus 60 Ländern

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Eine schwarze Limousine steht während der Sicherheitskonferenz 2011 vor dem Bayerischen Hof

München - Spitzenpolitiker und Experten aus rund 60 Ländern werden Anfang Februar zur 48. Münchner Sicherheitskonferenz erwartet. Der Andrang ist größer denn je. Welche hochkarätigen Politiker sich 2012 die Ehre geben:

Spitzenpolitiker und Experten aus rund 60 Ländern werden Anfang Februar zur 48. Münchner Sicherheitskonferenz erwartet. Darunter sind 30 bis 40 Außen- und Verteidigungsminister sowie mehrere Staats- und Regierungschefs. „Der Andrang ist größer denn je“, sagte Konferenzchef Wolfgang Ischinger der Nachrichtenagentur dpa.

Zu den Teilnehmern zählen US-Verteidigungsminister Leon Panetta, der frühere US-Außenminister Henry Kissinger, Weltbankchef Robert Zoellick, Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen, der scheidende Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, sowie mehrere EU-Kommissare. Zugesagt haben auch die Staatspräsidenten Polens, der Ukraine und Aserbaidschans.

Ob auch der russische Ministerpräsident Wladimir Putin nach München kommen wird, ist noch offen. Entsprechende Gerüchte aus Moskau wollte Ischinger nicht kommentieren. Putin, der zwischen 2000 und 2008 russisches Staatsoberhaupt war und bei der Präsidentschaftswahl im März erneut kandidiert, hatte bereits 2007 in München gesprochen.

Bilder: Die 47. Sicherheitskonferenz in München

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Eröffnet wird die dreitägige Konferenz am 3. Februar von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) wird nach München kommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird laut Ischinger an der diesjährigen Tagung wegen einer Auslandsreise voraussichtlich nicht teilnehmen können.

„Friedenssicherung in einem Jahr großer geopolitischer Veränderungen und Unsicherheiten“ - unter diese Überschrift lasse sich die diesjährige Konferenz stellen, sagte Ischinger. Das Jahrzehnt nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gehe zu Ende. „Im neuen Jahrzehnt bestimmen wirtschaftliche und finanzielle Faktoren die globale Sicherheitspolitik stärker als je zuvor.“

Neben den Auswirkungen der Finanzkrise wird es in München um die neue machtpolitische Rolle Deutschlands, um Energie- und Rohstoffsicherheit, um das Verhältnis zwischen Nato und Russland, das wachsende Gewicht Asiens und militärische Fähigkeiten in Zeiten knapper Staatskassen gehen. Außerdem werden der Nahost-Konflikt, der Arabische Frühling und die Sicherheit des Internets auf der Tagesordnung stehen. Auch der Atomkonflikt mit dem Iran wird voraussichtlich Thema sein. „Aber vonseiten der Teheraner Regierung wurde bisher kein Teilnehmer angemeldet“, sagte Ischinger.

Zum Thema Internet-Sicherheit hat Ischinger die für digitale Angelegenheiten zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes eingeladen. Kroes hatte Mitte Dezember den früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg als Berater für Internetfreiheit engagiert. Der CSU-Politiker, der an der letzten Konferenz einen Monat vor seinem Rücktritt von seinem Regierungsamt noch teilgenommen hatte, wird nach jetzigem Stand in diesem Jahr aber nicht kommen. „Ich habe keine Nachricht, dass er an dem Wochenende in München dabei sein wird“, sagte Ischinger.

dpa

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