Sicherheitstraining: Was tun, wenn man angegriffen wird?

München - Was macht man, wenn man in der S-Bahn belästigt wird oder in der U-Bahn Zeuge ist, wie ein anderer Fahrgast angegriffen wird?

Trotz des hohen Sicherheitsstandards in den Stationen und Fahrzeugen des MVV sorgen Gewalttaten immer wieder für Verunsicherung bei den Fahrgästen.

Infos: www.fahrgaeste.de.

Ein Verhaltenstraining der Aktion Münchner Fahrgäste, der Polizei, der Dominik-Brunner-Stiftung und des MVV im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe bereitet Bürger in einem echten S-Bahnzug auf solche brenzlige Situationen vor. Gestern wurde das Projekt vorgestellt. Bundespolizist Mike Kaufmann (34) spielt in der Museums-S-Bahn im Bundeswehrparka einen Fahrgast, der eine Dame belästigt. Was tun in so einer Situation? Die Frau schreit laut: „Lassen Sie mich in Ruhe!“ Sie geht zur Seite und ruft: „Hat jemand ein Handy dabei?“ – Kurs­trainer Hartmut Brach (51), ebenfalls von der Bundespolizei, lobt, dass sich die Dame wehrt und Öffentlichkeit herstellt.

So sieht's im Stellwerk Ost aus

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Doch sie hat die Annäherung nicht sofort abgewehrt. Brach: „Das macht den Tätern Mut.“ Kurstrainerin Alexandra Helmstreit (41) vom Polizeipräsidium München erklärt danach die Nachteile von Abwehrwaffen wie Pfefferspray: „Das kann auch gegen das Opfer verwendet werden. Besser sind Duftpatronen, die Sextäter abschrecken können.“

Bisher hat die Aktion Münchner Fahrgäste 24 Kurse veranstaltet mit 452 Teilnehmern, zwei davon in der Oberlandbahn BOB, weitere folgen.

J. Welte

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