Hier spricht der Held von Stockdorf

"Sie weinten vor Angst!"

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Wirt Gerhard Schober stellte den Bankräuber

München - Er ist der Mann, der den Bankräuber von Stockdorf gestellt hat! Wirt Gerhard Schober (57): Jetzt sagte er im Prozess vor dem Landgericht als Zeuge aus.

Er berichtete von den Folgen des brutalen Überfalls vom 11. November 2011. Schober zum Münchner Merkur: „Die körperlichen Verletzungen waren bald geheilt, aber die seelischen Wunden sind viel schlimmer.“

Bilder: Sparkasse in Stockdorf überfallen

Bilder: Sparkasse in Stockdorf überfallen

Schober, der eine Gastwirtschaft betreibt, hatte an jenem Morgen eigentlich nur kurz Geld auf die Bank bringen wollen, wurde dann aber zum Verbrecherjäger! Er wurde Zeuge des Banküberfalls, verfolgte Räuber Taner B. (27), fuhr ihn mit dem Geländewagen an und stellte ihn schließlich in einem Ringkampf. Schober bekam Kratz- und Bissverletzungen ab. Er findet aber, die Leute in der Bank habe es schlimmer getroffen. Er sagt: „Die haben so geweint, als ich reingeschaut habe. Die hatten furchtbare Angst vor dem Mann mit der Pistole. Da hab ich mir gedacht: Der darf nicht davonkommen! Den muss man aufhalten, damit der so was nicht noch mal macht.“

Dabei findet Schober den Angeklagten eigentlich ganz sympathisch: „Schade, hab ich mir gedacht, als ich ihn im Gericht sitzen gesehen habe. Der ist eigentlich ein ganz angenehmer Mensch.“

Gestern sagten Sachverständige vor Gericht, der Angeklagte sei bei der Tat unter dem schwachen Einfluss von Cannabis gestanden. Dennoch sei er voll schuldfähig.

svs

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