Attentat von 1972 

Entwurf für Olympia-Gedenkstätte vorgestellt

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Kultusminiser Spaenle (l.)  und der israelische Generalkonsul Dan Shaham mit dem siegreichen Entwurf für eine Gedenkstätte für das Olympia-Attentat 1972.

Ein tiefer Einschnitt in den Münchner Olympiapark soll künftig an die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 erinnern. Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) präsentierte am Montag den Gewinner-Entwurf eines Architektenwettbewerbs für eine Gedenkstätte.

Das Büro Brückner und Brückner aus Tirschenreuth bekam den Zuschlag für die Idee, einen Schnitt durch einen Hügel im Park zu ziehen. Unter der Kuppe soll dann ein Erinnerungsort entstehen, der den elf israelischen Sportlern ein Gesicht gibt, die bei dem brutalen Überfall von palästinensischen Terroristen des „Schwarzen September“ auf die israelische Olympiamannschaft ums Leben kamen.

Der Einschnitt in die Parklandschaft symbolisiere die schreckliche Tat, sagte die Jury-Vorsitzende Barbara Holzer. Es werde nichts hinzugefügt, sondern etwas weggenommen - wie auch bei dem Anschlag, der die elf Sportler, einen bayerischen Polizisten und fünf der Terroristen das Leben kostete. Auf rund 1,7 Millionen Euro werden die Kosten für den Erinnerungspavillon geschätzt. Im Herbst 2016 soll der Bau fertig sein.

dpa

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