Schlägereien, Unfälle, verirrte Knaller

Silvester: Viel zu tun für Polizei und Feuerwehr

München - Eine Menge Arbeit bescherte die Silvesternacht den Ordnungshütern in München. Die Beamten mussten ebenso bei Schlägereien eingreifen wie sich um Tiere kümmern, die in Panik geraten waren.

Wenige Sekunden nach dem Jahreswechsel war es aus mit der Ruhe: 128 Einsätze für die Feuerwehr, fast 300 Einsätze für die Polizei und weitere 819 Mal rückte der Rettungsdienst aus – die Münchner ließen es mal wieder krachen.

Das Partyvolk strömte um Mitternacht zum Friedensengel, wo sich 7500 zum Teil gewaltig betrunkene, junge Leute mit Unmengen Pyrotechnik trafen. Zwei Menschen wurden von Querschlägern getroffen und verletzt. Die Bundespolizei ließ zeitweise die Hackerbrücke wegen Überfüllung sperren.

Mehrere Balkone gingen nach Querschlägern in Flammen auf. Der folgenschwerste Brand ereignete sich in der Riesstraße in Moosach, der auch auf die Wohnung übergriff. Bei dem Versuch, ihr Haustier zu retten, erlitten die Bewohnerin und ein Nachbar massive Rauchvergiftungen. In Pasing erlitt ein Mann beim Nachfüllen von Spiritus fürs Fondue schwere Brandverletzungen. Ein glühender Knaller löste einen Kabelbrand aus, der zeitweise die TV-, Internet- und Telefonverbindungen von M-Net-Kunden lahmlegte. In der Neufriedenheimer Straße (Großhadern) rettete ein Taxifahrer (56) einen Betrunkenen, der in sieben Meter Höhe aus einer Dachluke zu stürzen drohte. Der 56-Jährige rannte durch die offenen Türen ins Haus und hielt den Mann fest, bis ihm Polizisten zu Hilfe eilten. Er kam in eine Klinik. In 39 Fällen griff die Polizei bei teilweise massiven Schlägereien ein. 34 Mal mussten sich die Beamten um betrunkene bzw. Verletzte kümmern. Die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr bearbeitete in den 24 Stunden rund um den Jahreswechsel 1738 Einsätze (im Vorjahr 1663).

München feiert Silvester: Bilder aus der Nacht

München feiert Silvester: Bilder aus der Nacht

Für die Tiere war die Knallerei der reinste Horror: Sieben in Panik ausgerückte Hunde wurden der Polizei gemeldet. Bis auf den schwarz-weißen Jack-Russell-Terrier Paul, der am Montagabend in der Landshuter Allee davonlief, sind alle wieder aufgetaucht.

D. Plange

Rubriklistenbild: © dpa

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