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Silvester-Party in der Pandemie: Das sollten Münchner Mieter unbedingt beachten

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Von: Andreas Thieme

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Auch 2021 macht Corona einigen Silvester-Partys einen Strich durch die Rechnung. Es gelten Verbote und strenge Regeln.
Auch 2021 macht Corona einigen Silvester-Partys einen Strich durch die Rechnung. Es gelten Verbote und strenge Regeln. © Dan Himbrechts/dpa

Silvester während Corona: Rechtlich gelten auch am 31. Dezember die in der Hausordnung vereinbarten Ruhezeiten: Wer zu Hause feiert, sollte ab 22 Uhr Zimmerlautstärke einhalten. Die Regeln werden zum Jahresausklang aber etwas lockerer gehandhabt.

Ganz klar: An Silvester gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie im Rest des Jahres auch. „Das bedeutet also, dass die Ruhezeiten, die in der Hausordnung vereinbart sind, grundsätzlich eingehalten werden müssen. Partyfreunde sollten ab 22 Uhr in Zimmerlautstärke feiern“, rät Volker Rastätter, Geschäftsführer des Münchner Mietervereins.

Allerdings werden diese Regeln in der Praxis an Silvester etwas lockerer gehandhabt. „Eine Silvesterfeier - soweit sie zu Coronazeiten möglich ist - um 22 Uhr enden zu lassen, macht wenig Sinn“, sagt Rastätter. „Auch werden Nachbarn, die sich wegen einer Silvesterparty bei der Polizei beschweren, wenig Gehör finden.“

Silvester in München: In Mehrfamilienhäusern gilt das Rücksichtsnahmegebot

Wie so oft gilt also das gegenseitige Rücksichtnahmegebot. „Im Mehrfamilienhaus muss jeder auf den anderen Rücksicht nehmen. Die Feiernden müssen es auch an Silvester nicht übertreiben und die Nachbarn, die gerne schlafen und nicht feiern möchten, müssen etwas großzügiger sein.“

Auch 2021 macht Corona einigen Silvester-Partys einen Strich durch die Rechnung. Es gelten Verbote und strenge Regeln.
Auch 2021 macht Corona einigen Silvester-Partys einen Strich durch die Rechnung. Es gelten Verbote und strenge Regeln. © Jean-Christophe Bott/dpa

Sinnvoll sei, mit den Nachbarn im Vorfeld zu reden und sie über die Feier zu informieren. „Auch ein Zettel mit einer Info im Treppenhaus kann helfen, damit sich die Nachbarn mitgenommen fühlen“, sagt Rastätter. Dann können sie sich darauf einstellen, dass die Nachbarin oder der Nachbar eine kleine Feier bei sich plant.“ Eine Genehmigung vom Vermieter ist für eine Party dagegen nicht notwendig. Aber: Wer es jedoch extrem übertreibt und gegen die Hausordnung verstößt, etwa indem er oder sie extrem laut feiert, kann auch an Silvester vom Vermieter abgemahnt werden.

Party an Silvester: Wer gegen die Hausordnung verstößt, riskiert eine Abmahnung

„Denn ein Verstoß gegen die Hausordnung ist eine Vertragsverletzung“, erklärt Rastätter. Wenn Mieterinnen und Mieter diese Warnung ignorieren und das vertragswidrige Verhalten wieder zeigen, könnten sie sogar gekündigt werden. „Wobei auch die meisten Vermieterinnen und Vermieter bei Verstößen an Silvester ein Auge zudrücken dürften.“

Silvesterparty
Was wird an Silvester erlaubt sein? © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Chef vom Mieterverein erklärt: „Sollte eine Kündigung vor Gericht gehen, wägen Richterinnen und Richter die Umstände ab und dürften eine Ruhestörung an Silvester in der Regel nicht so stark gewichten.“ Was erlaubt ist: An Silvester darf in der Wohnung Blei gegossen oder getanzt werden. Von Tischfeuerwerken rät Rastätter aufgrund der Brandgefahr ab. Denn: Mieterinnen und Mieter sind grundsätzlich dafür verantwortlich, dass nichts passiert. „Denn sie haften für Schäden, die entstehen. Draußen böllern dürfte heuer für die meisten Menschen eh keine Option sein: Denn laut einem Beschluss von Bund und Ländern ist der Verkauf von Feuerwerkskörpern wie schon vergangenes Jahr nicht erlaubt.“

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