In Silvesternacht: Schüsse auf 4-Sterne-Hotel

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Von einem Innenhof im Bahnhofsviertel hat ein Unbekannter in der Silvesternacht mit einer Schusswaffe auf ein 4-Sterne-Hotel an der Schwanthalerstraße gefeuert.

München - Ein Schütze hat die Knallerei in der Silvesternacht ausgenutzt: Von einem Innenhof im Bahnhofsviertel feuerte er mit einer Schusswaffe auf ein 4-Sterne-Hotel an der Schwanthalerstraße. Was passiert ist:

Während hundertausende Münchner das neue Jahr mit Abermillionen Böllern und Raketen begrüßen, steht eine Gruppe von Männern in einem Innenhof im Bahnhofsviertel. Sie haben sich offenbar auf das Hochdeck einer Parkgarage zurückgezogen, wollen ungestört sein. Einer hat eine Schusswaffe dabei. Er zückt die Waffe, zielt auf ein Hotelfenster im ersten Stock des Marriott Courtyard. Dann drückt der unheimliche Schütze ab. Das Projektil schlägt in den Fensterrahmen ein. Die beiden Gäste sind geschockt, werden aber nicht verletzt. Jetzt richtet der Schütze die Waffe auf das Fenster darüber, drückt wieder ab. Die Kugel durchschlägt die Scheibe, zerfetzt den Vorhang, prallt gegen die Wand.

In Silvesternacht: Schüsse auf 4-Sterne-Hotel

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Die Gäste dieses Zimmers sind nicht da, sie entdecken erst am Neujahrsmorgen das Einschussloch in dem Fenster. Wie schon die Gäste aus dem ersten Stock melden auch sie ihre Beobachtung der Rezeption des 4-Sterne-Hotels, die dann die Polizei alarmiert. Experten der Spurensicherung rücken an, untersuchen die Einschusslöcher, sichern die Projektile. Sie fordern Spezialisten vom bayerischen Landeskriminalamt an, die die Schussbahn analysieren sollen.

Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden Schüsse tatsächlich vom Hochdeck der Parkgarage an der Schwanthalerstraße abgefeuert worden. „Offenbar ist der Schütze wegen der allgemeine Knallerei zum Jahreswechsel nicht aufgefallen“, sagt Polizeisprecher Sven Müller. Zwar haben die beiden betroffenen Gäste den Einschlag trotz der Kanonenschläge und Raketen bemerkt. Sie konnten sich aber nicht erklären, woher der Einschlag kam.

Die Polizei ermittelt jetzt wegen Sachbeschädigung und wegen Verstoß gegen das Waffengesetz.

J. Mell

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