Raubüberfall: Polizei sucht Zeugen

Das sind die brutalsten Milchbubis der Stadt!

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Kann jemand Angaben zu diesen Jugendlichen machen?

München - Die Polizei hat jetzt Fotos der brutalen Milchbubis veröffentlicht, die den Edeljuwelier Chopard auf der Maximilianstraße mit Hämmern und Äxten überfallen und die Angestellten in Todesangst versetzt haben.

Leere Augen in pickeligen Gesichtern – schon jetzt gezeichnet von Rohheit und Armut. Das sind die brutalen Milchbubis, die am 12. Februar den Münchner Edeljuwelier Chopard auf der Maximilianstraße mit Hämmern und Äxten überfallen und die Angestellten in Todesangst versetzt haben!

Es sind junge Männer, deren Mut und Kraft missbraucht wird von einer skrupellosen Verbrecher-Organisation, bei der die Reichen immer reicher und die Ärmsten früher oder später auf der Strecke bleiben. Das also ist das wahre Gesicht der berüchtigten Pink-Panther-Bande. Die Polizei hat am Dienstag Fotos von vier der fünf Räuber veröffentlicht, einer war entkommen. Doch die Beamten kommen mit den U-Häftlingen nicht weiter – denn sie reden nicht.

Zwei aufmerksame Security-Männer benachbarter Läden verfolgten die Räuber auf ihrer Flucht durch die Altstadt und ermöglichten der Polizei die Festnahme der vier Täter. Auch zwei serbische Hintermänner in einem schwarzen Luxus-BMW sowie zwei Helfer, die Auto und Quartier anmieteten, wurden gefasst.

Keiner der vier jungen Räuber ist polizeibekannt, Fingerabdrücke und DNA ergaben keinen Treffer. Ob die Namen stimmen, ist fraglich. Angeblich stammen sie aus der Ukraine und der Republik Moldau. Einer soll 14, zwei 15 und der Vierte im Bunde 16 Jahre alt sein. Angeblich. Denn eine ärztliche Altersbestimmung – die Zähne und eine Röntgenaufnahme der knöchernen Strukturen der linken Hand lassen Rückschlüsse zu – ergab, dass sie auch älter sein könnten. Die Schummelei beim Alter ist vielleicht nur der Versuch, die Straferwartung gering zu halten.

Die Polizei (Kommissariat 33, Tel. 2910-0) sucht Zeugen, die diese vier Burschen in der Zeit vor dem Überfall vom 1. bis 12. Februar in München sahen. Ferner fahnden die Beamten nach einem schwarzen oder dunkelblauen VW Passat mit Stufenheck, der im Stadtgebiet (eventuell Giesing oder Harlaching) stehen soll. Der Wagen trägt ein serbisches (BG-717IH) oder ein rumänisches (NT-24-MOS) Kennzeichen.

Dorita Plange

Aufräumen in Rekordzeit

Nur 48 Stunden nach dem großen Knall eröffnete der Edeljuwelier Chopard in der Maximilianstraße am 14. Februar wieder, als ob nichts gewesen wäre. Die mit Vorschlaghämmern zerschlagene, gläserne Eingangstür wurde in Rekordzeit ersetzt, ebenso wie die in tausende Splitter zersprungenen Glasschränke und Vitrinen, deren Trümmer das edle Parkett des Luxus-Ladens bedeckten. Stundenlang war das in Scherben liegende Geschäft ein begehrtes Foto-Objekt zahlreicher Touristen, die die Bilder des verwüsteten Juwelierladens in Sekundenschnelle in die ganze Welt twitterten.

Bilder: Luxus-Juwelier an der Maximilianstraße überfallen

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