Das sind Münchens beliebteste Babynamen

München - Die Münchner erweisen sich als konservative Namensgeber: Die Klassiker sind auch 2010 die Spitzenreiter. Aber es gibt kuriose Ausreißer - und nicht alle sind erlaubt.

Es ist und bleibt die Gretchenfrage. Wie nennt man sein neugeborenes Kind? Wenn es schon nicht Gretchen sein soll, dann könnten Pandora, Success oder Sturmius durchaus erwägbare (und erlaubte!) Alternativen sein. Ein Blick auf die Hitliste der häufigsten Vornamen, die seit Jahresbeginn beim Münchner Kreisverwaltungsreferat (KVR) angemeldet wurden, bestätigt die anhaltenden Beliebtheitstendenzen.

Seit knapp zehn Jahren ist die Popularität der Klassiker ungebrochen: Marie, Maria und Sophie dominieren seit einer Dekade die Mädchenvornamen, bei den Buben gewinnen stets Maximilian, Alexander, Paul und Felix – auch 2010. Auch andere traditionelle Varianten wie Elias (Platz 6), Jakob (Platz 9), Anna (Platz 4) und Julia (Platz 8) finden sich auf den vorderen Plätzen.

Das waren die beliebtesten Babynamen in München 2008

Die beliebtesten Namen für Babys in München aus dem Jahr 2008

In der Gesamtbevölkerung steht Michael als häufigster Männername ganz oben. 15 015 Münchner heißen so. In diesem Jahr schafft es Michael nur noch auf Rang 17 bei den Neugeborenen. Zu den 7577 Monikas in München (Platz 4) kamen dieses Jahr nur 13 weitere hinzu – das reicht nicht mal für einen Platzierung unter den hundert beliebtesten Namen.

Die Richtlinien des KVR geben vor, dass Kinder keine lächerlichen Namen bekommen dürfen, als Beispiel nennen die Beamten Grammophon. Auch Markennamen (Pepsi-Cola), Namen, denen „der Geruch des Bösen anhaftet“ (Satan), Namen aus Politik und Geschichte (Bin Laden, Jesus Christus) sind ausdrücklich nicht gestattet. Auch Hindenburg oder Steißlage seien unzulässig. Außerdem dürfen Geschwister nicht den selben Vornamen tragen, das Geschlecht soll erkennbar sein.

Daniela Schlegel, KVR-Sprecherin weiß: „Namen wie Gin oder Gastritis wurden Eltern bereits als Namenswünsche vor Gericht verweigert.“ Es gehe schließlich in erster Linie darum, Kinder keiner ständigen Hänselei auszusetzen. Doch auch die Behörde verliert im Namensdschungel gelegentlich den Überblick und hält sich nicht immer an die eigenen Richtlinien. Laut der KVR-Statistik wurden dieses Jahr schon einige exotische Namen genehmigt. Hannibal und Ghandi schafften es aus dem Geschichtsbuch in die Geburtsurkunde eines Neugeborenen. Und welches Geschlecht Peng, Snow, Alias, The, Kuba oder Ocean haben, die ebenfalls 2010 in München geboren wurden, wissen auf Anhieb wohl nur die Eltern.

Sandra Schmid

Die häufigsten Namen:

1. Maria 15 938
2. Anna 12 446
3. Elisabeth 8651
4. Monika 7577
5. Christine 7464
6. Sabine 7055
7. Claudia 6838
8. Barbara 6454
9. Gabriele 6304
10. Andrea 6238
1. Michael 15 015
2. Thomas 12 966
3. Andreas 11 817
4. Christian 11 358
5. Peter 11 230
6. Stefan 8718
7. Alexander 8131
8. Martin 7474
9. Wolfgang 7438
10. Johann 6648

 

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