Das sind die Pläne des Wiesn-Chefs

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Wirtschafts-Referent Dieter Reiter gibt bei der Wiesn den Takt vor

München - Der Zusatztag ist gestrichen, dafür darf es auf der "Oidn Wiesn" länger und turbulenter zugehen. Außerdem werden Raucherbalkone beantragt. Wir stellen die Pläne des Wiesn-Chefs vor.

Das Oktoberfest bekommt keinen Zusatztag, dafür geht es auf der neuen „Oidn Wiesn“ länger und turbulenter, aber auch kinderfreundlicher zu: Das sind die neuen Pläne von Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Dieter Reiter (SPD), über die der Stadtrat übernächste Woche entscheiden soll. Außerdem sollen die Raucher nicht im Regen qualmen – einige Festzelte haben Raucherbalkone beantragt. Die tz stellt die weiteren Pläne vor:

Oktoberfest-Rätsel: Wie gut kennen Sie die Wiesn?

Oktoberfest-Rätsel: Wie gut kennen Sie die Wiesn?

  • Keine Wiesn-Verlängerung zur Senkung der Bierpreise! Das will zumindest das Wirtschaftsreferat. CSU-Fraktionschef Josef Schmid hatte beantragt, das Oktoberfest immer um den Montag nach dem dritten Wiesn-Sonntag zu verlängern. Schmid wollte den Münchner die Möglichkeit geben, unter sich zu feiern. Gleichzeitig sollte den Wiesn-Wirten damit die Gelegenheit gegeben werden, die Bierpreise für eine gewisse Zeit stabil zu halten, da sie ja einen Tag mehr Umsatz machen. Wirtschaftsreferent Reiter lehnt den Plan ab: Eine Verlängerung führe zu Belastungen der Anwohner und berge die Gefahr einer „inflationären Ausweitung“ der Wiesn. Stabile Bierpreise könne die Stadt ohnehin nicht garantieren, da sie keinen Einfluss darauf habe.
  • Dafür entwickelt sich die „Oide Wiesn“ im Südteil des Festplatzes immer mehr weg von der Jubiläums-Wiesn des vergangenen Jahres hin zur Erweiterung der Party-Meile: Geöffnet war die Jubel-Wiesn 2010 bis 20 Uhr – jetzt darf die „Oide“ bis 22 Uhr gehen. Schankschluss ist eine halbe Stunde davor. „Die 20 Uhr waren von vielen Besuchern und auch Stadträten als sehr früh empfunden worden“, bestätigt Wolfgang Nickl, Sprecher des Wirtschaftsreferats. Damit wird das Zelt auf der „Oidn Wiesn“ aber zur Konkurrenz für die großen Bier-Tempel, die nur noch eine Stunde länger ausschenken dürfen. Zumal auf der „Oidn“ die Musik schon ab 10 Uhr und nicht erst ab 12 Uhr aufspielen darf.
  • Einen anderen Vorschlag der CSU befürwortet der Wiesn-Chef: Der Kinder-Verein Lilalu soll ein Programm auf der „Oidn Wiesn“ anbieten können. Ursprünglich hatte sich der Verein mit einem Zirkuszelt beworben, das aber nicht dem Konzept der „Oidn“ entsprach. Stattdessen soll Lilalu nun Straßen, Plätze und Velodrom-Zelt nutzen können. Bedingung: Die Teilnahme soll kostenlos sein, und Kasperletheater sowie Wurfbuden dürfen nicht aufs Programm – wohl um den Schaustellern keine Konkurrenz zu machen.
  • Eine Änderung der Betriebsvorschriften soll die Gemüter an den Kasse abkühlen. Bislang waren Kinderermäßigungen bis zum Alter von 10 Jahren erlaubt. Das habe immer wieder Streit provoziert – à la „Der Bua ist doch keine zehn Jahre mehr alt!“ Heuer dürfen die Schausteller Messlatten in einer Höhe von 1,40 Meter anbieten. Kinder, die durchlaufen, fahren billiger.
  • Das Bayerische Rote Kreuz wird sich auch heuer um die Kranken kümmern. Die Organisation hat die europaweite Ausschreibung gewonnen, war aber der einzige Bewerber.

DAC, WE

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