Zwölf Damen feiern 50-jähriges Jubiläum

Sie sind Politessen der ersten Stunde

Polizeipräsident Hubertus Andrä im Kreise der Münchner Politessen der ersten Stunde

München - Zwölf Politessen der ersten Stunde feierten am Montag zusammen mit Polizeipräsident Hubertus Andrä ein rundes Jubiläum. 50 Jahre Münchner Politessen – Zeit für eine vergnügliche Rückschau:

Es war die Zeit, in der ein Parkknöllchen noch zwei D-Mark kostete und man die eleganten, jungen Damen ungestraft als Polizei-Hostessen bezeichnen durfte: 250 Münchnerinnen bewarben sich 1965 auf eine Anzeige der Münchner Polizei als Verkehrs-Hostessen – wenngleich aus unterschiedlichsten Motiven: Die einen wollten es dem Verflossenen heimzahlen, die anderen nebenher alte Morde klären. Und wieder andere endlich unter die Haube kommen. Nach strenger Ausbildung blieben am Ende 26 übrig.

Politesse Erika Trübswetter einst ...

Zwölf Politessen der ersten Stunde feierten am Montag zusammen mit Polizeipräsident Hubertus Andrä ein rundes Jubiläum. 50 Jahre Münchner Politessen – Zeit für eine vergnügliche Rückschau: Erika Trübswetter (heute 75 Jahre) verstand ihren Job als München-Botschafterin, war 22 Jahre lang dabei: „Wir halfen gern in allen Lebenslagen. Von einem Mann bekam ich sogar mal einen sehr lustigen Brief. Die Leute waren irgendwie netter.“ Nur einer vergaß mal seine gute Kinderstube und titulierte sie als „idiotische Politesse“. Dafür zeigte sie ihn an.

... und heute.

Helga Wimmer (heute 73 Jahre) bekam sogar Gedichte von einem Verkehrssünder. Einmal erwischte sie den populären Kölner Volkschauspieler Willy Millowitsch, der wenig Humor bewies: „Er reagierte sehr ungehalten.“
Die Zahl der Zulassungen hat sich von damals 298 000 auf 785 000 mehr als verdoppelt. 300 000 Knöllchen schreiben die Münchner Politessen und ihre Kollegen jedes Jahr. Ein harter Job ist das geworden – Beschimpfungen und Wasserbomben-Angriffe aus dem 5. Stock inklusive. Da haben Erika und Helga schönere Zeiten erlebt.

Dorita Plange

Auch interessant

Kommentare