Ski-Weltcup am Oly-Berg: Höfl-Riesch hofft noch

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Maria Höfl-Riesch hofft auf Schnee in München

München - Der Münchner Ski-Weltcup am Neujahrstag steht wegen schlechter Wetterbedingungen auf der Kippe. Maria Höfl-Riesch hat noch Hoffnung und will die Stimmung nicht missen.

Blue ready, Red ready, Go, schallt es aus dem Starthäuschen am Olympiaberg. Danach stürzen sich beide Athleten in ihren Lauf des Parallelslaloms auf dem altehrwürdigen Schuttberg – am 1. Januar 2012 macht der Skiweltcup wieder Station in München. Die Vorfreude ist bei allen Beteiligten zu spüren, am Donnerstag rührte Maria Höfl-Riesch kräftig die Werbetrommel für das Ski-Event Mitten in der Stadt. „Vergangenes Jahr hat das bei uns Athleten super Anklang gefunden. Ich habe schon mit vielen Leute gesprochen, sie freuen sich alle auf die Wiederholung. Für mich ist es zudem ein Wahnsinnsgefühl vor heimischen Publikum anzutreten“. so Höfl-Riesch. Olympiaparkchef Ralph Huber spricht von einem „außergewöhlichen Event, einer optimalen Location und einem einzigartigen Rennen.“ Beim Rückblick auf die Premierenveranstaltung muss man ihnen da Recht geben, 25 000 begeisterte Zuschauer verwandelten den ausgelassenen Olympiasee in ein Freudenmeer.

Ob dem 2012 auch so sein wird, dahinter steht leider ein großes Fragezeichen. „Wir brauchen jede Menge Glück mit dem Wetter, um den Skifans und den Athleten einen echten Wintersportknüller präsentieren zu können“, sagt OK-Chef Frank Seipp. Dieses Glück fehlte in den vergangenen Wochen. Die warmen Novembertemperaturen und die geringe Schneemenge im Dezember sorgen für eine kritische Situation. Die Pistenpräparierung ist stark von der Außentemperatur und der Luftfeuchtigkeit anhänging. Erst bei zwei Grad minus kann mit der eigenen Schneeproduktion mithilfe der Schneekanonen begonnen werden. Aktuell behilft man sich mit einem Schneedepot des Münchner Flughafens. Seipp: „Die endgültige Entscheidung fällt in den Weihnachstfeiertagen. Die FIS war am Donnerstag hier und hat gegraben. Im Moment schaut es sehr kritisch aus.“

Für alle Münchner Wintersportfans bedeutet das: Stellt euch gut mit Petrus und betet für den Parallelslalom. Eine positive Nachricht hatte immerhin Maria Höfl-Riesch zu verkünden. Findet das Rennen statt, ist sie trotz ihrer Knieprobleme dabei. „Ich habe eine kleine Knorpelimpression, aber beim Skifahren merke ich das nur, wenn mein Knie in einen ganz bestimmten Winkel kommt.“ Und das ist fast nie der Fall, deswegen will die 27-Jährige an Silvester auch noch eine Sonderschicht Parallelslalom-Training einlegen.

Bevor sie sich vorerst aus München wieder verabschiedete, verewigte sich Höfl-Riesch auf dem Olympic Walk of Stars und hatte sichtlich Spaß dabei. Sie reiht sich damit unter Starts wie Udo Jürgens, Elton John, Howard Carpendale und die Kastelruther Spatzen.

mm

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