Nach Schumi-Unfall

Skihelme sind jetzt der Renner

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Schuster-Mitarbeiter Qurin Schreiber führt einen Skihelm mit Brille vor .

München - Manchmal muss erst ein Unglück passieren, um die Leute zum Umdenken zu bewegen. Das lässt sich zurzeit beim Thema Skihelme beobachten.

Seit Ex-Formel-1-Star Michael Schumacher (45) nach einem Skiunfall am vergangenen Sonntag um sein Leben kämpft (siehe Seiten 30 und 31), sind Skihelme die Verkaufsschlager in den Sportgeschäften.

„Wir hatten am Donnerstag den stärksten Helmtag der Saison. Es scheint, als ob auch der hartnäckige Mützenträger endlich einräumt, dass ein Helm beim Skifahren zur Standardausrüstung zählen sollte“, sagt Thomas Wagner, Produktmanager Ski bei Sport Schuster. Und Michael Buczman von Sport Bittl sagt: „In den letzten Tagen haben wir doppelt so viele Helme verkauft wie sonst.“

Schumi war im französischen Méribel mit dem Kopf auf einen Felsen gestürzt, sein Helm war dabei gebrochen. Die Ärzte sind sicher: Ohne Kopfschutz hätte Schumacher diesen Sturz nicht überlebt. Studien haben ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kopfverletzung um 35 Prozent sinkt, sobald ein Skifahrer einen Helm trägt.

Und der muss nicht teuer sein. „Auch ein günstiger Helm ist besser als gar keiner“, sagt Wagner. Die Preisunterschiede ergeben sich vor allem durch die Belüftung und nicht durch die Sicherheit. Man sollte aber darauf achten, dass ein neuer Helm gut sitzt. Wagner: „Am besten das Kinnband offen lassen und den Kopf nach unten beugen. Verrutscht der Helm nicht, ist es der Richtige.“

Übrigens sollte man den Kopfschutz nicht erst nach einem Sturz austauschen. Nach fünf bis sechs Jahren ermüdet das Material. Der Helm ist dann nicht mehr so sicher wie ein neues Modell.

bea

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