Andere Fahrzeiten, zusätzliche Züge: Verspätungen sollen vermieden werden

So funktioniert der neue S-Bahn-Plan

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Seit Montag fährt die S-Bahn mit geändertem Fahrplan.

München - Nicht nur das Wetter ist herbstlich – auch die S-Bahn hat seit Montag auf ihren Herbstbetrieb umgeschaltet. Bis Nachmittag gab’s deshalb zumindest keine Probleme, teilte Bahn-Sprecher Franz Lindemair mit.

„Die Pünktlichkeit war nicht schlechter als bisher. Wir sind zuversichtlich, dass sich unser Herbstfahrplan bewährt."

Grund für die Änderungen: Im Herbst 2007 waren Züge mehrmals auf feuchten Gleisen über die Haltepunkte hinausgeschlittert – wegen des Herbstlaubs. Die Aufsichtsbehörde Eisenbahnbundesamt (EBA) hatte daraufhin im vergangenen Jahr Geschwindigkeitsreduzierungen angeordnet: nur noch 125 statt 140 km/h, in Waldgebieten nur noch 100. Das hatte teils zu Riesenverspätungen geführt, die sich auf der Stammstrecke summierten.

Nun hat die Bahn acht zusätzliche Fahrzeuge und sechs zusätzliche Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Ziel: „Auftretende Verspätungen auf bestimmten Linien nicht auf die Gegenrichtung zu übertragen.“

Die Lösung: Zum Teil mehr, zum Teil weniger Züge. Bei der S2 und S5 etwa fallen 10-Minuten-Takt-Züge aus, damit andere Züge pünktlicher sind. Bei der S8 stehen dafür zusätzliche Züge in Geltendorf und am Flughafen bereit.

Ab 15. Dezember, wenn der offizielle Fahrplanwechsel kommt und das Laub kein Problem mehr ist, sollen die Einschränkungen bei der S-Bahn vorbei sein. Dann verkehren wieder alle Zehn-Minuten-Verstärkerzüge, und auch die S7 rollt wieder ganztags zum Ostbahnhof statt nur zum Hauptbahnhof.

So ändern sich die Abfahrtszeiten

S1:Am Flughafen wartet ein zusätzlicher Zug, um Verspätungen abzufangen.

S 2:Jede zweite Verstärker-S-Bahn zwischen Dachau und Ostbahnhof im Zehn-Minuten-Takt entfällt.

S 4:Die Verstärker-S-Bahnen nach Maisach verkehren zwei Minuten später.

S 5:Jede zweite Verstärker-S-Bahn zwischen Germering-Unterpfaffenhofen und Deisenhofen im Zehn-Minuten-Takt entfällt.

S 6: Die S-Bahn in Richtung Tutzing wird montags bis freitags in zwei Linienäste aufgeteilt: Kreuzstraße – Ostbahnhof bzw. Ostbahnhof – Tutzing. Richtung Tutzing wird die Abfahrtszeit um ein paar Minuten vorverlegt. In Gegenrichtung verkehrt die S6 regulär.

S 7:Die S-Bahnen verkehren zur Hauptverkehrszeit nur zum Hauptbahnhof, Gleis 27 bis 36. In Wolfratshausen verlängert sich die Wendezeit mit zwei zusätzlichen Fahrzeugen.

S 8: Der Fahrplan bleibt im Grunde unverändert. In Geltendorf und am Flughafen stehen zusätzliche Züge bereit.

Quelle: tz

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